Studenten verhindern Rede des israelischen Botschafters

Studentische Proteste hindern den israelischen Botschafter an dem Besuch in einer Dubliner Universität. Der Vorstand des Trinity College reagiert auf die pro-palästinensischen Demonstrationen mit Bedauern.
Am Trinity College in Dublin sollte der israelische Gesandte Se’ev Boker am Montag empfangen werden. Studentische Demonstranten verhinderten seinen Besuch.
Am Trinity College in Dublin sollte der israelische Gesandte Se’ev Boker am Montag empfangen werden. Studentische Demonstranten verhinderten seinen Besuch.

DUBLIN (inn) – Proteste einiger Studenten haben am Montag ein Gespräch mit dem israelischen Botschafter Se’ev Boker in Irland verhindert. Das Treffen musste verschoben werden.

Die geplante Rede sollte im Rahmen der Gesellschaft für internationale Angelegenheiten (SOFIA) am Trinity College in Dublin stattfinden. Die pro-palästinensischen Proteste von mehr als 40 Studenten verhinderten das Gespräch. Polizei und Sicherheitskräfte kamen nicht gegen die Demonstranten an, die am Veranstaltungsort mit Flaggen und Plakaten protestierten. Somit musste das Treffen abgesagt werden.

Laut der Veranstaltungsbeschreibung auf Facebook ist eine kurze Rede des israelischen Botschafters und eine anschließende Frage-Runde geplant gewesen. Thema hätte das Gespräch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump vergangene Woche sein sollen.

Das israelische Außenministerium äußerte sich am Dienstag zu den Vorfällen: „Wir erwarten, dass die irischen Behörden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Redefreiheit des israelischen Botschafters zu gewährleisten“, lautete die Forderung. Das Trinity College reagierte, indem es die Proteste als inakzeptablen Angriff auf die freie Rede darstellte. Die Grundwerte der Universität seien dabei verletzt worden. Universitätsvorsteher Patrick Prendergast versicherte, dass das Trinity College ein Ort des freien Austausches von Ideen bleibe. Er blicke einem zukünftigen Treffen des israelischen Gesandten Boker an der Universität erfreut entgegen.

Von: amu

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