Streit in Likud und Avoda: Rechte ärgern Arik – Linke ärgern „Fuad“

JERUSALEM (inn) – Israels Premierminister Ariel Sharon und Verteidigungsminister Benjamin (Fuad) Ben-Eliezer droht als Parteivorsitzenden Ärger aus den eigenen Reihen – der rechte Flügel des Likud und der linke Flügel der Arbeitspartei rüsten zum Kampf.

Das Präsidium des Likud-Blocks von Ariel Sharon bereitete dem Regierungschef am Dienstagabend eine verheerende Abstimmungsniederlage. Einstimmig stimmte das Gremium unter der Leitung von Sicherheitsminister Uzi Landau gegen mögliche Pläne für einen eigenständigen Palästinenserstaat.

Sharon hatte zuvor mehrfach mitgeteilt, er denke über eine solche Möglichkeit nach. Die Präsidiumsmitglieder forderten Sharon auf, zu seinen im Wahlkampf des vergangenen Jahres verkündeten Zielen zu stehen. Demnach dürfe es keine „Verhandlungen unter Feuer“ geben.

Unterdessen bereitet sich der neue Vorsitzende der Israelischen Arbeitspartei (Avoda), „Fuad“ Ben-Eliezer, auf die erste große Bewährungsprobe vor. Angehörige des linken Parteiflügels möchten auf der für Donnerstag anberaumten Sitzung des Zentralkomitees den Ausstieg aus der Regierung Sharon beschließen. Die Begründung: Sharon wolle keinen Frieden.

Initiator ist der als „Friedenstaube“ geltende frühere Justizminister Yossi Beilin – einer der Architekten des Abkommens von Oslo. Zahlreiche ebenfalls zum linken Flügel der Partei zählende Abgeordnete hätten erfolglos versucht, Beilin von seinem Vorhaben abzubringen, berichtet die „Jerusalem Post“. Sie halten die Herausforderung Ben-Eliezers zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. „Fuad“ zählt zum rechten Flügel und unterstützt den Verbleib seiner Partei in der Regierung.

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