Streik beendet

JERUSALEM (inn) – Der Streik im öffentlichen Dienst ist am Donnerstag vorläufig beendet worden. Das Nationale Arbeitsgericht ordnete an, dass die ausstehenden Gehälter der Angestellten gezahlt werden müssen – andernfalls droht nach sieben Tagen erneut ein Streik.

Seit Donnerstagmorgen arbeiten die etwa 60.000 betroffenen Angestellten wieder. Der vorsitzende Richter des Arbeitsgerichts, Stephen Adler, berief Finanzminister Abraham Hirschson, Innenminister Roni Bar-On, Gewerkschaftschef Ofer Eini und den Präsidenten der Handwerkskammer, Schraga Brosch, am Mittwoch gegen 21 Uhr zu sich. Sie einigten sich auf einen Kompromiss, demzufolge die Gehälter ausgezahlt werden müssen, die noch ausstehen.

Die Gespräche zwischen der Regierung und Vertretern der Gewerkschaft Histadrut sollen fortgeführt werden, berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“. Gewerkschaftsführer Ofer Eini sagte laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins „Globes“: „Die kommende Woche wird zeigen, ob die Regierung in der Lage ist, der erbärmlichen Nichtzahlung der Gehälter ein Ende zu setzen. Das Gericht hat in Wirklichkeit den Streik als legitim anerkannt und uns die Option gelassen, erneut zu streiken, wenn das Problem nicht gelöst wird.“ Er schaffte es indes nicht, eine Bestrafung der Chefs der Kommunalbehörden zu erreichen, die für die ausstehende Gehälterzahlung verantwortlich sind.

Der Streik war am Mittwochmorgen um sechs Uhr ausgerufen worden. Von den nicht gezahlten Gehältern betroffen sind vor allem Angestellte am Flughafen, bei der Bahn, in den Häfen, in den Kommunalbehörden, Feuerwehrmänner und Postbeamte. Der Ben Gurion-Flughafen war am Donnerstagmorgen wieder geöffnet, allerdings verspäteten sich trotzdem viele Flüge; ebenso geschah es mit den Zügen in Israel.

Die Handwerkskammer schätzt den wirtschaftlichen Schaden durch den einen Tag Streik auf 62 Millionen Euro. Die Handelskammer geht sogar von 90 Millionen Euro aus.

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