In Israel leben Menschen, die älter als 75 Jahre sind, durchschnittlich von umgerechnet 1.600 Euro. Die Hälfte der betreffenden Personen hat im vergangenen Jahreszeitraum Hilfe vom Staat beantragt, teilte das Zentrale Statistikbüro mit. Israel hat damit eine der höchsten Armutsraten unter Älteren im Vergleich mit anderen Staaten, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören.
Relevant für die Erhebung war unter anderem die Frage, wie viel sich die Älteren vom monatlichen Einkommen zurücklegen können. Besonders betroffen von der Altersarmut seien Menschen, die vor kurzem aus Osteuropa und den Ländern der früheren Sowjetunion eingewandert sind, berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“. Eine Ursache dafür sei der Umstand, dass in Israel die private Vorsorge im Vordergrund stehe, während die staatliche Fürsorge im Vergleich zu anderen OECD-Ländern gering ausfalle.
Das Zentrale Statistikbüro veröffentlichte die Zahlen im Vorfeld des internationalen „Tags der älteren Generation“ am 1. Oktober. Der von den Vereinten Nationen 1990 gestiftete Aktionstag soll auf die Lage ältere Menschen aufmerksam machen und deren Leistungen für die Gesellschaft würdigen.