Spezialeinheit soll Gewalt durch extreme Siedler verhindern

JERUSALEM (inn) - Beinahe täglich kommt es im Westjordanland zu Zusammenstößen zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern. Meistens geben sich beide Seiten die Schuld dafür, für die Armee ist es später oft nicht möglich, die Verantwortlichen zu ermitteln. Eine neu eingerichtete Sondereinheit soll dem nun entgegenwirken.

Das neue Team der Armee soll besonders schnell bei entsprechenden Vorfällen reagieren können und Gewalttaten zwischen beiden Seiten verhindern. Innerhalb weniger Minuten sollen die Einsatzkräfte vor Ort sein können. Wie das Zentralkommando der Armee laut der Tageszeitung “Jerusalem Post” mitteilte, habe es in den vergangenen Wochen in einigen Siedlungen eine Zunahme der Gewalt gegeben.

“Die Siedler haben eine rote Linie überschritten. Sie haben Bäume von Palästinensern abgeholzt, einen Grenzpolizisten getreten und einen Molotowcocktail auf israelische Sicherheitskräfte geworfen. Wir fürchten, dass dieser Trend zu mehr Gewalt und möglicherweise zu Terroranschlägen führen könnte”, sagte ein Offizier des Zentralkommandos.

Laut dem Bericht hat auch Israels Inlandsgeheimdienst Schabak seine Aktivitäten innerhalb der Siedlungen verstärkt, um geheime Informationen zu sammeln. Er erhofft sich dabei Hinweise auf Aufwiegler, die später vor Gericht verwendet werden können und die zur Aufklärung von Straftaten führen.

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