“Solidaritätswoche” der Palästinenser: “Saddam, bombardiere Tel Aviv”

TULKARM / JENIN (inn) – Tausende Palästinenser haben am Sonntag in verschiedenen Autonomiestädten in Samaria und Judäa für einen Angriff des Irak auf Israel demonstriert. “Lieber Saddam, bombardiere Tel Aviv” lautet eine der Parolen der Teilnehmer, unter denen sich auch einige Mitglieder der Hamas befinden.

“Wir opfern unsere Seele und unser Blut für Saddam”, riefen mehrere tausend Demonstranten im samarischen Jenin, während weitere 1.000, teilweise bewaffnete Palästinenser, Bilder von Saddam Hussein durch die Straßen von Tulkarm (Samaria) trugen. “Sieg von Jerusalem bis Bagdad” war auf den Schildern der 3.000 Teilnehmer eines Protestzuges zu lesen, der von Mitgliedern der Hamas organisiert wurde. Die Mitglieder einiger palästinensischer Gruppen fordern sogar den sofortigen Einsatz von Scud-Raketen des irakischen Staatschefs Saddam Hussein.

Der Führer der Hamas, Abdel Aziz Rantisi, drängt die Iraker zu Selbstmordanschlägen gegen US-Soldaten. Er rät den Verbündeten in seiner Ansprache zum Aufbau einer Armee von “Märtyrern” und der Produktion von Sprengstoffgürteln für Selbstmordattentäter. “Ich werde alle arabischen Länder dazu aufrufen, die Erde zu verbrennen, auf der die amerikanischen Soldaten marschieren”, droht der Terroristenführer.

Die Protestmärsche am Sonntag sind Teil der “Solidaritätswoche” der Palästinenser, die von Vertretern der Autonomiebehörde organisiert wird. Seit Freitag demonstrieren immer mehr Palästinenser gegen einen Angriff der USA auf Irak. Ähnliche Aktivitäten sollen in wenigen Tagen im Gazastreifen stattfinden. Sie stehen unter dem Leitmotiv “Irakische Tage in Palästina”.

Während des Golfkrieges 1991 hatte der irakische Diktator Saddam Hussein 41 Scud-Raketen auf Israel abfeuern lassen – zwei davon landeten in palästinensischen Autonomiegebieten.

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