Soldaten erschießen Kommandeur der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden

DSCHENIN (inn) – Israelische Soldaten haben am Dienstagmorgen in der Autonomiestadt Dschenin in Samaria einen Kommandeur der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden erschossen. Die Truppen waren am frühen Morgen in die Stadt vorgerückt, um dort nach Terroristen und Waffen zu suchen.

Armeeangaben zufolge führten die Soldaten Hausdurchsuchungen durch. Mehrere verdächtige Palästinenser wurden verhaftet. Als die Soldaten den Palästinenser Amjad Sa´adi festnehmen wollten, kam es zu Schußwechseln. Der bewaffnete Palästinenser ergriff die Flucht. Da er die Warnschüsse und Aufforderungen zum Halten ignorierte, erschossen ihn die Armeeangehörigen. Zwei palästinensische Zivilisten wurden dabei verwundet.

Sa´adi war der örtliche Kommandeur der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, die zur Fatah-Partei von PLO-Chef Jasser Arafat gehören. Er wird für zahlreiche Schußattentate auf Israelis verantwortlich gemacht.

In der Ortschaft Silat al-Harthija bei Dschenin zerstörten Soldaten zwei Häuser, die Mitgliedern der Terrorgruppe Dschihad al-Islami gehörten. Zudem nahmen sie drei Palästinenser vorläufig fest.

Bereits am Montag waren israelische Truppen in Ramalla eingerückt. Bei der Großrazzia wurden drei bewaffnete Palästinenser und ein neunjähriger Junge getötet. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) kritisierte die Einsätze. Sie könnten die Gespräche der Autonomiebehörde mit den Terrorgruppen über eine Waffenruhe torpedieren, sagte ein PA-Vertreter.

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