Sieben Palästinenser bei Zwischenfällen am Wochenende getötet

NABLUS (inn) – Die israelische Armee hat in der Nacht zum Montag zwei Raketen auf ein Fahrzeug in der Autonomiestadt Nablus in Samaria abgefeuert. Dabei wurden vier Palästinenser getötet, drei weitere wurden verletzt.

Bei den Getöteten handelt es sich um Nadar Abu Lil und Haschem Abu Hamdan – beide waren hochrangige Mitglieder des militärischen Flügels von PLO-Chef Jasser Arafats Fatah-Partei – sowie um Na´al Hasnin und Mohammed Abu Hamdan.

Die vier sollen mehrere Anschläge zum jüdischen Pessach-Fest geplant haben. Zudem sollen sie Kinder mit dem Schmuggeln von Sprengsätzen beauftragt haben.

Am Montagmorgen verstarb der 16-jährige Palästinenser Chaled Abu Olba aus Beit Lahija im Gazastreifen. Palästinensischen Augenzeugen zufolge hatten Soldaten am Samstag auf den Jungen geschossen, als er militärisches Sperrgebiet betrat.

Am Sonntagnachmittag feuerten Soldaten von Kampfhubschraubern aus drei Raketen auf ein 14-stöckiges Gebäude in Gaza-Stadt ab. Dabei wurden zwei Palästinenser leicht verletzt. In dem Haus befinden sich die Büros eines mit der Terrorgruppe Hamas verbundenen Radiosenders. Aus Armeekreisen hieß es, die Soldaten haben die Radiostation angegriffen, da sie Hetze gegen Israel verbreite.

Palästinensischen Angaben zufolge habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs ein Hamas-Führer für ein Interview in dem Gebäude aufgehalten.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und zum Teil bewaffneten Palästinensern in der Autonomiestadt Chan Junis im Gazastreifen und in Nablus wurden am Samstag zwei Palästinenser von Soldaten erschossen. Bei ihnen handelt es sich um den achtjährigen Hussein Abu Eker und den 22-jährigen Dschamal Hamdan.

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