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Sieben bewaffnete Palästinenser getötet

TULKARM (inn) – Israelische Grenzpolizisten haben am Sonntagabend in der Autonomiestadt Tulkarm in Samaria sechs bewaffnete Palästinenser erschossen. Sie gehörten den Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden an und wollten einen Terroranschlag verüben, hieß es aus Armeekreisen.

Augenzeugenberichten zufolge hatten die Sicherheitskräfte eine Gruppe von acht militanten Palästinensern umzingelt. Es kam zu einem Feuergefecht. Dabei wurden sechs Palästinenser getötet. Die beiden anderen wurden festgenommen. Einer der Getöteten, Mahdi Tambus, war der örtliche Führer der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, die der Fatah-Partei von PLO-Chef Jasser Arafat nahe stehen. Er wird für die Planung mehrerer Attentate verantwortlich gemacht und hatte Kontakte zur radikal-islamischen Hisbolla („Partei Allahs“) im Libanon.

In Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen gab es am Sonntag einen Schusswechsel zwischen bewaffneten Palästinensern und israelischen Soldaten. Dabei kam ein Palästinenser ums Leben. Nach palästinensischen Angaben hatte er sich auf einem Hausdach aufgehalten.

Wie der israelische Rundfunk berichtet, waren israelische Soldaten in der Nacht zum Montag in der Ortschaft Beit Rima nahe Ramalla im Einsatz. Neun Palästinenser seien durch israelisches Feuer verletzt worden, hieß es aus palästinensischen Quellen.

In Gaza-Stadt wurden vier Palästinenser bei einem israelischen Raketenangriff verwundet. Unter den Verletzten sind auch Kinder. Wie ein Sprecher der Armee mitteilte, war der Angriff gegen eine Waffenfabrik gerichtet, in der unter anderem Kassam-Raketen hergestellt worden seien. Aus palästinensischen Quellen hieß es hingegen, die Israelis hätten einen Aktivisten der radikal-islamischen Hamas gezielt töten wollen. Dieser habe sich jedoch zu dem Zeitpunkt nicht in dem Gebäude aufgehalten.

Palästinensischen Angaben zufolge feuerten die israelischen Verteidigungskräfte am Abend zwei weitere Raketen auf das Haus ab. Dabei sei ein Passant leicht verletzt worden. Von der Armee gab es hierzu keine Stellungnahme.

Am Sonntagmorgen feuerten Palästinenser im südlichen Gazastreifen eine Panzerabwehrrakete auf ein Gemeindezentrum in der jüdischen Ortschaft Neveh Dekalim ab. Vor dem Gebäude waren Siedler dabei, sich für eine Menschenkette zu formieren – dadurch wollten sie gegen den einseitigen Rückzugsplan von Israels Premierminister Ariel Scharon protestieren. Bei dem Angriff wurden sechs Kinder zwischen sieben und zehn Jahren verletzt, eines von ihnen mittelschwer bis schwer.

Nahe einer anderen Siedlung im Gazastreifen eröffnete am Sonntagmorgen ein palästinensischer Heckenschütze das Feuer auf einen israelischen Armeestützpunkt. Dabei wurde ein Soldat mittelschwer verwundet.

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