Wie die israelische Armee bekannt gab, soll der Sicherheitszaun mehrere spezielle Durchgänge haben, um kleineren Tieren Bewegungsfreiheit in dem Gebiet zu ermöglichen. Größere Tiere wie Bergziegen, Rehe, Hirsche und Karibus sind nach Fertigstellung des Zaunes jedoch auf einer Seite "gefangen".
Die israelische Natur- und Parkbehörde will deshalb in Kürze mit Fütterungen beginnen. Sie hofft, dass viele Tiere dann in Israel bleiben – zu ihrem eigenen Schutz. Assaf Zoar von der Natur- und Parkbehörde erklärt dazu: "Es gibt ein großes Problem des massiven Jagens durch Beduinen auf der ägyptischen Seite." Israel sei hingegen um eine Vergrößerung der betroffenen Tierpopulationen bemüht.
Die speziellen Durchgänge für kleinere Tiere sollen sich etwa alle 800 Meter in dem Zaun befinden und eine Größe von 40 mal 40 Zentimetern haben. Sie sollen es unter anderen Stachelschweinen, Wölfen, Füchsen und Hasen erlauben, die Grenze frei zu überqueren.
Der Bau des Sicherheitszaunes wird seit seiner Planung von Inspektoren der Natur- und Parkbehörde überwacht. So soll sichergestellt werden, dass Naturschutzgebiete nicht zu Schaden kommen. Mohammed Gboah, einer der Inspektoren, sagte dazu: "Der Zaun verläuft zwischen zwei alten Akazien. Diese Bäume sind geschützt, deshalb haben wir den Auftragnehmer aufgefordert, diesen Schutz zu respektieren und er hat das getan."
Mit dem Zaun will sich Israel vor illegalen Einwanderern aus Afrika und vor Terroristen schützen. Der Bau soll bis September 2012 abgeschlossen sein.