Sicherheitskräfte verhindern Selbstmordanschlag auf Schule

HAIFA (inn) – Israelische Sicherheitskräfte haben am Mittwoch einen Selbstmordanschlag auf eine Schule in der israelischen Ortschaft Jokne´am südöstlich von Haifa verhindert. Bei dem mutmaßlichen Attentäter handelt es sich um ein Mitglied des Palästinensischen Nationalen Sicherheitsdienstes.

Am Mittwochmorgen hatten israelische Sicherheitskräfte Hinweise darüber erhalten, daß ein Terrorist auf dem Weg nach Israel sei. Im Norden des Landes wurde daher höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Polizei suchte mit Hubschraubern nach den Attentätern.

Gegen Mittag erhielt Israels Inlandsgeheimdienst Schin Beit Informationen, nach denen sich der Terrorist in einer Moschee in der arabischen Ortschaft Bardale im nördlichen Jordantal aufhalte. Ein Sonderkommando der Polizei rückte in dem Dorf ein. Die Besucher wurden aufgefordert, die Moschee zu verlassen und jeder einzelne wurde verhört.

Der mutmaßliche Attentäter und der Drahtzieher des Anschlags ergaben sich den Beamten. Zudem stellten die Sicherheitskräfte einen zehn Kilogramm schweren Sprengstoffgürtel sicher.

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem potentiellen Selbstmordattentäter um den 23jährigen Munir Rabeia aus dem Gazastreifen. Geplant worden sei der Anschlag von Murad Abu Seitun (20) aus Sabuba nahe der Autonomiestadt Dschenin.

Bei ihrem Verhör gaben die Männer an, daß sie Mitglieder des Palästinensischen Nationalen Sicherheitsdienstes seien und zugleich der Terrorgruppe Dschihad al-Islami angehörten.

Rabeia habe zudem ausgesagt, daß er auf dem Weg zu einer Schule in Jokne´am war. Er wollte sich am Eingang des Gebäudes in die Luft sprengen, wenn Hunderte Kinder die Schule verlassen. Im vergangenen Jahr habe er auf einer Baustelle nahe der Schule gearbeitet. Daher seien ihm das Gebäude und die Umgebung gut bekannt.

Wie die Tageszeitung “Ha´aretz” am Donnerstag meldet, konnte am frühen Dienstagmorgen ebenfalls ein Selbstmordanschlag verhindert werden. Die israelische Armee und der Schin Beit hatten in Dschenin einen Palästinenser verhaftet, der sich in den nächsten Tagen in der nordisraelischen Stadt Beit Schean in dien Luft sprengen wollte.

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