Das Westjordanland und der Gazastreifen sind am Dienstag und am Mittwoch komplett abgeriegelt. Eine Fahrt durch diese Gebiete ist nur in humanitären und medizinischen Fällen möglich. „Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte werden weiter tätig sein, um die Bürger des Staates Israel zu beschützen, wobei sie das Gefüge des täglichen Lebens der Palästinenser in Betracht ziehen“, zitiert die Zeitung „Yediot Aharonot“ einen Vertreter des Militärs.
Auch der Rettungsdienst „Roter Davidstern“ ist am jüdischen Fasttag besonders aufmerksam. Da die israelischen Straßen an Jom Kippur frei von Autos sind, tummeln sich dort umso mehr Radfahrer. Der Rettungsdienst rechnet damit, dass während des Versöhnungstages 2.000 Patienten aufgrund von Fahrradunfällen oder von Folgen des Fastens medizinisch versorgt werden müssen. Die Krankenhäuser nehmen nur Notfälle auf.
Die Jerusalemer Polizei befürchtet nach den jüngsten muslimischen Protesten gegen einen anti-islamischen Film Zusammenstöße zwischen Arabern und Juden in der Hauptstadt. Deshalb werden dort mehr Polizisten bereitstehen als sonst.
Bereits zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah hatten die Sicherheitskräfte ihre Alarmbereitschaft erhöht. Dies soll erst nach dem Laubhüttenfest (Sukkot) und dem Fest der Freude über die Torah (Simchat Torah) enden, das in diesem Jahr in Israel am 8. Oktober begangen wird. Der Große Versöhnungstag ist dem Fasten und Beten gewidmet.