Sensationeller Goldfund in Jerusalem

JERUSALEM (inn) – Archäologen haben am Fuße des Tempelbergs in Jerusalem einen antiken Schatz freigelegt. Die 36 Goldmünzen, ein goldenes Medaillon und weitere Kostbarkeiten lassen sich in die Zeit vom 4. bis zum 7. Jahrhundert nach Christus datieren. Die Funde zeigen jüdische Symbole.
Das goldene Medaillon zeigt jüdische Symbole. Es stammt vermutlich aus dem 7. Jahrhundert.

Foto: Eilat Mazar

Das goldene Medaillon zeigt jüdische Symbole. Es stammt vermutlich aus dem 7. Jahrhundert.

Die Ausgrabungsleiterin Eilat Masar geht davon aus, dass die Besitzer des „Ophel-Schatz“ genannten Fundes ihre Kostbarkeiten versteckten, als die Perser Jerusalem 614 n. Chr. eroberten. Der Name „Ophel“ („Anhöhe“) bezeichnet den Bereich südlich der Tempelmauer des Tempelbergs. Die Forscher haben dort seit 2009 gegraben, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Seltener Fund

Masar vermutet, dass das Medaillon einst eine Torah-Rolle schmückte. Auf dem gut erhaltenen Medaillon mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern sind Bilder einer Menorah, eines Schofar und einer Torah-Rolle eingraviert. An ihm ist eine Goldkette angebracht.
„Das ist das größte Geschenk, das wir zum Neuen Jahr und für das Land Israel bekommen konnten“, schwärmt die Wissenschaftlerin vom Archäologischen Institut der Hebräischen Universität. Es handele sich um die bedeutendste Entdeckung ihres Instituts seit 45 Jahren. „Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Gold gefunden.“
Die Münzexpertin Lior Sandberg erklärt, der Fund sei erst die dritte Münzsammlung, die bei Ausgrabungen in Jerusalem gefunden wurde. Die Münzen seien verschiedenen Epochen vom 4. bis zum 6. Jahrhundert zuzuordnen. Neben den Münzen fanden die Archäologen auch goldene Ohrringe, Silber mit Plattgold und einen Silberbarren.

Hinweis auf jüdische Präsenz

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu würdigte in einem Telefonat mit Masar den Fund als „historisches Zeugnis höchster Ordnung“. Er belege die jüdische Präsenz an diesem Ort im Altertum.
Palästinensische Muslime – darunter höchste religiöse und politische Würdenträger – bestreiten allen Ernstes, dass auf dem Tempelberg in Jerusalem jemals ein jüdischer Tempel gestanden hat. „Dieser Fund ist das Wesen unseres Erbes – Menorah, Schofar, Torah-Rolle. Das Wesen des jüdischen Volkes könnte nicht treffender und klarer sein“, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros.
Masar zeigte sich erfreut über Netanjahus Interesse und stellte die Bedeutung der Entdeckung heraus. „Wir sind Zeugen eines archäologischen Fundes, der so klar spricht. Die archäologische Arbeit war herausragend und sehr professionell.“

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