Sderotplatz in Berlin eingeweiht

BERLIN / SDEROT (inn) - Ein Platz im Berliner Stadtteil Zehlendorf ist nach der israelischen Wüstenstadt Sderot benannt worden. Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) wertete dies als "Zeichen gegen die verbrecherischen Raketen aus dem Gazastreifen", denen viele Menschen in Israel ausgesetzt seien.

Auf dem Sderotplatz befindet sich der Zehlendorfer Märchenbrunnen. Kopp betonte bei der Einweihung am Montag die große Bedeutung der Städtepartnerschaften mit Sderot, Kirijat Bialik und dem Kibbutz Bror Chail. Deren erste Kontakte gehen auf das Jahr 1968 zurück. Die Benennung des Platzes sei ein weiteres Zeichen der Freundschaft und Solidarität sowie “ein Zeichen gegen die verbrecherischen Raketen von palästinensischen Terroristen aus dem Gazastreifen, die die Bürger unserer Partnerstädte seit 2001 tausendfach ertragen müssen”.

Anat Sultan-Dadon, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der israelischen Botschaft in Berlin, drückte die besondere Anerkennung der Botschaft für die “beispielhafte Städtepartnerschaft” aus. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf habe in Zeiten der Not die israelischen Freunde in der von ständigem Raketenbeschuss heimgesuchten Region in Südisrael mit einer Vielzahl von Solidaritätsprojekten unterstützt. Sie betonte darüber hinaus die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, von dem nicht nur die Kinder von Sderot, sondern ganz Israel und seine Nachbarn nachhaltig profitieren würden.

Der Bürgermeister der Wüstenstadt, David Buskila, berichtete von der beklagenswerten Situation vor Ort: “Eine ganze Generation Kinder hat in Sderot gelernt, wie man überlebt, aber nicht, wie man lebt!” Man habe nur 15 Sekunden Zeit, sich von der Schule, dem Kindergarten oder unterwegs in einen Bunker zu begeben, und das oft mehrmals am Tag. Er hoffe, dass die Freundschaft mit den Berlinern auch an die kommenden Generationen weitergegeben werde.

Auch der Bürgermeister von Kirijat Bialik, Eli Dukorsky, nahm an der Feier in Berlin teil. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, Karl Georg Wellmann (CDU), war ebenfalls zugegen.

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