Sderot: Elternbeirat zieht vor Gericht

SDEROT (inn) - Anstatt weiterhin zu streiken, haben sich die Eltern mit ihrem Anliegen nun an den obersten Gerichtshof gewandt. Die Schüler sollen außerhalb der raketengeplagten Stadt Sderot unterrichtet werden.

Seit dem heutigen Freitag nehmen die Schüler wieder am Schulunterricht in Sderot teil. Der Elternbeirat hatte am Donnerstag seinen zweitägigen Streik beendet, wie die „Jerusalem Post“ berichtet. Anlass für den Boykott war ein Raketeneinschlag in einer Kindertagesstätte am Montag.

Ein Großteil der Schulen in der Wüstenstadt ist nicht ausreichend gegen Raketen abgesichert. Die Eltern brachten ihre Bitte nun an den Gerichtshof: Die Regierung solle so lange eine sichere Unterkunft für die Schüler stellen, bis alle Schulen raketensicher seien oder es keine Raketeneinschläge mehr gäbe.

Laut der Anwältin des Elternbeirats, Karen Ras Morag, habe der Staat bereits im Mai die Regierung aufgefordert, alle elf Schulgebäude in Sderot gegen den Beschuss zu sichern. Der Staat bat den Gerichtshof um eine Frist bis 2010, um die Bauarbeiten an den Schulen abzuschließen. Die Eltern willigten ein unter der Voraussetzung, dass der Staat die Kinder außerhalb von Sderot unterrichte, bis eine vollständige Sicherung der Gebäude gewährleistet sei.

Das Verteidigungsministerium kündigte an, vorerst 15 Schutzräume in Sderot einzurichten.

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