Die schwedische Außenministerin Margot Wallström hat am Dienstag gefordert, israelisches Vorgehen gegen Palästinenser zu untersuchen. Dabei soll bestimmt werden, ob Israel „außergerichtlicher Tötungen“ schuldig sei, sagte die Diplomatin während einer Debatte im Parlament. „Es ist wichtig, dass es eine gründliche, glaubwürdige Untersuchung dieser Tode gibt, um aufzuklären und mögliche Verantwortungen herauszustellen.“
Das israelische Außenministerium reagierte empört. In einer Mitteilung heißt es laut Tageszeitung „Jerusalem Post“, Wallströms „unverantwortliche und wahnhafte Stellungnahmen unterstützen Terrorismus und ermutigen zu Gewalt“.
Wissenschaftsminister Ofir Akunis kritisierte die Stellungnahme ebenfalls. Er sagte, stattdessen solle untersucht werden, „wie eine Frau, die so offen Israel hasst, gewählt werden konnte, und immer noch schwedische Außenministerin ist“.
Die Beziehungen zwischen Israel und Schweden waren in der Vergangenheit schwierig. Wallström sorgte mit verschiedenen Äußerungen regelmäßig für Unmut bei der israelischen Regierung. Zuletzt war das der Fall, als sie eine Verbindung zwischen dem Terror in Paris und dem Frust der Palästinenser herstellte. Für Verstimmung sorgte außerdem die Anerkennung „Palästinas“ als Staat im Oktober 2014. (df)