Schulstreik

JERUSALEM (inn) – Die meisten Kindergärten, Grund- und Mittelschulen in Israel bleiben am vorletzten Tag des Jahres 2003 geschlossen. Der Grund dafür: Nicht etwa Weihnachtsferien, sondern Streik. Die Bürgermeister haben den Streik ausgerufen, um damit gegen eine Kürzung der Zuschüsse des Bildungsministeriums an die Kommunen um umgerechnet etwa 90 Millionen Euro zu protestieren.

Eine Initiative von Staatspräsident Mosche Katzav, der bis spät in die Nacht hinein mit Finanzminister Benjamin Netanjahu, Bildungsministerin Limor Livnat und einer Bürgermeistervertretung zusammensaß, ist gescheitert. Auf Bitten des Präsidenten entschlossen sich die Kommunalvertreter allerdings, Sonderschulen von dem Schulstreik auszunehmen.

Eine Reihe von Gemeinden landesweit schließen sich dem Schulstreik nicht an. Der Bürgermeister von Ramle, Joel Lavi, begründet diese Entscheidung beispielsweise mit „der schwierigen sozio-ökonomischen Situation“ in seiner Stadt. In der Regel sind Familien in Israel aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage auf zwei Einkommen angewiesen. Da vor allem die kleineren Kinder nicht unbeaufsichtigt zuhause gelassen werden können, hat dieser Streik weitreichende Folgen vor allem für Familien in schwierigen wirtschaftlichen Lagen.

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