Schneechaos in Jerusalem – Überschwemmungen in der Wüste Juda

JERUSALEM (inn) – Schulkinder in Jerusalem können sich freuen: Seit Montagnachmittag, 14 Uhr, haben sie schneefrei. Israelische Meteorologen rechnen in den nächsten zwei Tagen mit schweren Unwettern und den niedrigsten Temperaturen des Jahres.

Das Kultusministerium hat eine Hotline eingerichtet, über die Eltern und Schüler erfahren können, wann der Unterricht wieder beginnt. Jerusalems neuer Bürgermeister, Uri Lupoliansky, berief eine Sondersitzung ein, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Auf den Straßen herrschen chaotische Zustände. Die Knesset stellte sich darauf ein, einen Fahrdienst für die Abgeordneten zu organisieren. Die Temperaturen in der Hauptstadt liegen derzeit um den Gefrierpunkt.

Seit Montagmorgen wüten im Norden des Landes heftige Schneestürme. Auf Israels höchstem Berg, dem Hermon, wurden die Skilifte geschlossen. Auf dem Gipfel liegen fünf Meter Schnee. Die Menschen in der Golan-Region wurden angewiesen, sich für drei Tage mit Lebensmitteln zu versorgen.

Starke Regenfälle haben den Pegel des Sees Genezareth seit Sonntag um sieben Zentimeter steigen lassen. Damit liegt der Wasserstand bei -212,26 Metern. Für einen optimalen Stand fehlen jedoch noch 3,36 Meter. Seit Beginn der Winterzeit im November ist der Pegel um 2,16 Meter gestiegen.

Das Naturschutzgebiet Ein Gedi am Toten Meer in der judäischen Wüste wurde geschlossen. Mehrere Straßen der Region mußten wegen Überflutungen gesperrt werden. Meteorologen warnen für die nächsten zwei Tage auch vor Überschwemmungen in den Küstenstädten Tel Aviv und Haifa. Für Mittwoch wird erwartet, daß die Stürme schwächer werden und der Schneefall aufhört.

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