Scharon erhält Luftröhrenschritt

JERUSALEM (inn) – Israelische Ärzte haben am israelischen Premierminister Ariel Scharon am Sonntag erfolgreich einen Luftröhrenschnitt durchgeführt. Medienberichte, nach denen Scharon bereits die Augen geöffnet hatte, mussten am Montag dementiert werden.

Der Luftröhrenschnitt soll dem 77-jährigen Patienten das Atmen ohne Beatmungsgerät erleichtern.

Bislang ist es den Ärzten nicht gelungen, Scharon aus seinem Koma aufzuwecken, in das sie ihn versetzt hatten. Experten befürchten, dass das lang anhaltende Koma ein Zeichen dafür ist, dass die Schäden doch schwerer sind, als bislang angenommen. Scharon hatte vor zwölf Tagen einen schweren Schlaganfall erlitten.

Flattern der Augenlider falsch interpretiert

Am Montagmorgen hatten Angehörige Scharons “ein Flattern der Augenlider” bemerkt. Die Zeitung “Jediot Aharonot” hatte daraufhin gemeldet, Scharon habe die Augen geöffnet. Dies dementierte die Krankenhaussprecherin Jael Bosem-Levy am Montag. Der Zustand Scharons sei unverändert.

Der Londoner Schlaganfall-Spezialist Anthony Rudd erklärte, eine Augenbewegung sei “kein dramatischer Durchbruch”. “Ein Koma ist kein Alles-oder-Nichts-Zustand. Es gibt verschiedene Stadien”, sagte Rudd laut einem Bericht des Nachrichtensenders “n-tv”. “Vielleicht hellt sich sein Koma etwas auf.” Angesichts der Länge von Scharons Narkose seien die Aussichten jedoch immer noch ungünstig.

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