Schalom: “EU ist pro-palästinensisch”

JERUSALEM (inn) – Israels Außenminister Silvan Schalom hat der Europäischen Union (EU) eine einseitige pro-palästinensische Haltung vorgeworfen. Die Europäer verlangten nach mehr Einfluss im Nahost-Friedensprozess, sie seien jedoch als unparteiische Vermittler bislang unbrauchbar.

Europäische Vertreter hätten nach dem Tod Jasser Arafats oft von neuen Möglichkeiten im Friedensprozess gesprochen, so Schalom. Zudem hätten sie die Kontakte nach Israel in den vergangenen zwei Wochen verstärkt. “Dies zeigt, dass die EU mehr in den Friedensprozess in der Region einbezogen werden will”, so Schalom bei einer Konferenz von Israel-Unterstützern.

“Es kann nicht sein, dass sie zu 100 Prozent den palästinensischen Forderungen nachkommen, wenn sie ein Vermittler zwischen ihnen und uns sein wollen”, so der Minister laut einem Bericht der “Jerusalem Post”.

In einer Antwort der EU-Vertreter hieß es, Israel wolle seinen lukrativen Handel mit dem sich ausweitenden EU-Block mit rund 450 Millionen Verbrauchern ausdehnen, ohne den Europäern eine Stimme im Nahost-Friedensprozess geben zu wollen.

Trotz seiner Kritik sagte Schalom, Israel sei darum bemüht, die manchmal kalte Beziehung mit Europa aufzutauen. “Wir tun viel, um unsere politischen und wirtschaftlichen Verbindungen mit der EU zu fördern”, so der Minister, und er fügte hinzu: “Gute Beziehungen zu Europa liegen nicht nur in unserem, sondern auch in ihrem Interesse”.

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