In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung aus dem Büro des Premiers hieß es, „diese Vereinbarung ist eine neue und deutliche Verurteilung für Israel, seine Taktiken und seine Politik“. Saniora teile seine Freude mit den Libanesen über den bevorstehenden Austausch.
Auch das frühere Knesset-Mitglied Asmi Bischara nannte die Vereinbarung einen Sieg für die Hisbollah. Gegenüber dem Fernsehsender der Miliz, „Al-Manar“, sagte er am Montag, der Handel beweise nicht nur das militärische, finanzielle und moralische Scheitern Israels, er zeige vor allem, dass es Israel nicht gelungen ist durch den Libanon-Krieg, die entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev nach Hause zu bringen.
Das Abkommen hätte auch ohne den Krieg zustande kommen können, so Bischara. Der Araber wird von Israels Polizei gesucht. Er soll während des Libanon-Krieges mit der Hisbollah zusammengearbeitet haben. Im April 2007 hatte er das Land verlassen.
Israel hatte am vergangenen Wochenende einem Austausch mit der Hisbollah zugestimmt. Laut der Vereinbarung sollen die Leichen von Goldwasser und Regev an Israel übergeben werden. Ferner sollen sämtliche sterblichen Überreste israelischer Soldaten übergeben werden, die während des Zweiten Libanonkrieges ums Leben kamen. Die Hisbollah wird Israel zudem einen Bericht über das Schicksal des vermissten Navigators Ron Arad überlassen.
Im Gegenzug will Israel den wegen Mordes inhaftierten libanesischen Drusen Samir Kuntar sowie vier Hisbollah-Kämpfer freilassen, die während des Libanon Krieges gefangen genommen worden waren. Zudem sollen Leichenteile von Hisbollah-Kämpfern sowie Karten über Minenfelder im Südlibanon übergeben werden.