Samaritaner trauern um Hohenpriester

NABLUS (inn) – Der Hohepriester der Samaritaner ist am Freitag im Alter von 84 Jahren im Westjordanland gestorben – wenige Tage vor dem Passahfest seiner Glaubensgemeinschaft. Er wird am Nachmittag auf dem Berg Garetzim nahe der Autonomiestadt Nablus beigesetzt, der den Samaritanern seit jeher als heilig gilt.
Am Passahfest besteigen die Samaritaner den Berg Garetzim (Archivbild).
Am Passahfest besteigen die Samaritaner den Berg Garetzim (Archivbild).

Aharon Ben Ab-Chisda hatte das ehrwürdigste Amt der samaritanischen Gemeinschaft seit vier Jahren inne. Zum Hohenpriester ernennen die Samaritaner jeweils den ältesten Vertreter der Leviten. Am Freitagmorgen brach er in seinem Haus auf dem Garetzim zusammen. Offenbar hatte er einen Herzstillstand erlitten. Israelische Ärzte versuchten vergeblich, ihn wiederzubeleben. Dies berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Am Dienstag beginnt bei den Samaritanern das Passahfest. Im Mittelpunkt steht eine traditionelle Opferzeremonie auf dem Garetzim, die viele Touristen und Besucher von außen anzieht. Der Leiter der samaritanischen Gemeinschaft in der israelischen Stadt Holon, Gi Jehoschua, sagte: „Die Aufgaben des Priesters sind vor allem repräsentativ, doch eine seiner wichtigsten Aufgaben ist die Durchführung des samaritanischen Passah-Opfers, vom Anfang bis zum Ende. Das ist ein äußerst schmerzhafter Schlag für die samaritanische Gemeinschaft, die ihren geistlichen Führer wenige Tage vor Passah verloren hat.“
Der Leiter des israelischen Regionalrates in Samaria, Gerschon Messika, bekundete seine Anteilnahme: „Dies ist ein schwerer Verlust für die samaritanische Gemeinschaft und für den Staat Israel. Der verstorbene Hohepriester war ein Freund des Volkes Israel und ein Freund des jüdischen Siedelns in Samaria.“

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