„Er hat mir ausdrücklich gesagt, dass Syrien eine Erneuerung der politischen Verhandlungen mit Israel erwartet“, so Basescu. Zuvor hatte er neben Assad mit dem jordanischen König, dem ägyptischen sowie dem palästinensischen Präsidenten gesprochen, wie die Zeitung „Jediot Aharonot“ meldet. Rumänien versuche, die unterschiedlichen Standpunkte der Staaten kennenzulernen, um zur Förderung von Frieden und Sicherheit beizutragen. „Syrien ist nicht daran interessiert, mit dem iranischen Image identifiziert zu werden“, fügte Basescu hinzu.
Peres entgegnete, er sei „sicher, dass Assad daran interessiert ist, sich von der Identifizierung mit dem Iran zu lösen – aber tatsächlich ist er nicht daran interessiert, sich vom Iran zu lösen. Israels Hände sind ausgestreckt zum Frieden, doch wenn Assad denkt, dass er alle Welten genießen kann – einerseits die Golanhöhen erhalten und andererseits die Hisbollah hätscheln -, dann irrt er sich.“ Auch die Amerikaner hätten beschlossen, Syrien wieder in die Liste der Staaten aufzunehmen, die den Terror unterstützten.
Weitere Themen des Gespräches waren der israelisch-palästinensische Konflikt und mögliche Friedensverhandlungen. „Ich will mich nicht in Israels interne Angelegenheiten einmischen“, sagte Basescu. „Aber aus allen meinen Treffen komme ich zu dem Schluss, dass ein Vorankommen auf der palästinensischen Bahn sehr dabei helfen wird, die Unterstützung der arabischen Welt auf der iranischen Bahn zu erhalten. Es ist mir wichtig, Ihnen das als Rat unter befreundeten Staaten zu sagen.“
Peres lobte seinen rumänischen Gast für dessen Umgang mit dem Gedenken an den Holocaust: „Ihre Verpflichtung dazu, dass die Schoah gelehrt wird und man zur Toleranz erzieht, ist ein Beispiel für Ihre konsequente Entscheidung für Freiheit und Aufklärung gegenüber Unwissenheit und Diktatur.“ Ein Ausdruck dessen sei es gewesen, dass Basescu während der UN-Konferenz gegen Rassismus in Genf den Saal verlassen habe, als der iranische Präsident seine Zweifel am Holocaust geäußert habe.