Ruhr-Triennale macht jüdische Kultur zum Thema

DUISBURG (inn) - Unter dem Titel "Aufbruch - Suche nach dem Wort" beginnt am Samstag die Ruhr-Triennale. In diesem Jahr beschäftigt sie sich mit der jüdischen Kultur und Religion, in den nächsten beiden Jahren mit den Themenschwerpunkten Islam und Buddhismus.

Vom 15. August bis 11. Oktober dienen zahlreiche Schauplätze des Ruhrgebiets als Austragungsort für kulturelle Veranstaltungen. Das Festival für Musik, Theater, Literatur und Tanz nutzt unter anderem die Gießhalle des Landschaftsparks Nord in Duisburg, das Salzlager der Kokerei Zollverein in Essen und die Jahrhunderthalle in Bochum. Vor diesem industriekulturellen Hintergrund soll sich in diesem Jahr thematisch die jüdische Religion bewegen.

So feiert unter anderem Arnold Schönbergs Oper “Mose und Aron” Premiere mit einer Inszenierung des Opernregisseurs und Intendanten der Ruhr-Triennale, Willy Decker. Auch das Schauspiel “Hiob” von Joseph Roth soll dort aufgeführt werden. Mit dem Konzertabend “Jerusalem”, dessen Premiere für den 27. August geplant ist, wollen christliche, jüdische und muslimische Musiker in mehreren Stücken die Geschichte der Heiligen Stadt musikalisch beschreiben.

Zudem steht ein Symposium unter Leitung des “Zeit”-Herausgebers Josef Joffe auf dem Plan. Unter den Schlagworten “Fluch und Segen” diskutieren am 13. September der Historiker Michael Wolffsohn, der Rabbiner Walter Homolka, der Literat Martin Mosebach und die deutsch-türkische Publizistin Necla Kelek über die Rolle der Religion in der heutigen Gesellschaft.

Intendant Decker verfolgt mit dem Kunst-Festival das Ziel, den Dialog der Religion zu entkrampfen. Zudem soll ein unbefangenes Miteinander gefördert werden.

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