Die Außenministerin traf am Montagabend in Israel ein. Am Dienstagmorgen kam sie zu Gesprächen mit Israels Premierminister Ehud Olmert zusammen. In einer gemeinsamen Stellungnahme der Politiker hieß es, man glaube noch immer, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern bis Endes des Jahres erzielt werden könne.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Außenministerin Zipi Livni kritisierte Rice den Ausbau der israelischen Siedlungen. Sie ging damit auf einen aktuellen Bericht der Friedensorganisation „Peace Now“ ein, laut dem Israel den Siedlungsausbau massiv vorangetrieben habe. Sie glaube nicht, dass der Ausbau der Siedlungen hilfreich sei, so Rice. „Was wir jetzt brauchen, sind Schritte, die das Vertrauen zwischen den Parteien aufbauen. Alles, was das Vertrauen untergräbt, sollte vermieden werden“, sagte Rice weiter.
Die US-Außenministerin begrüßte die Freilassung der 198 palästinensischen Häftlinge durch Israel am Montag. „Es gibt keine Zweifel, dass der Gefangenenaustausch sehr wichtig für die Palästinenser ist. Das ist etwas, was Abu Masen bei jedem Treffen anspricht. Es bedeutet den Palästinensern sehr viel. Und es ist offensichtlich ein Zeichen des guten Willens“, so Rice.
Für den Nachmittag hat Rice ein Dreiertreffen mit Livni und dem palästinensischen Chef-Unterhändler Ahmed Qrea sowie ein Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Abu Masen) geplant.
Der Besuch ist der siebte der US-Außenministerin in der Region seit der Friedenskonferenz in Annapolis im November 2007.