Religiöse Parteien bilden gemeinsame Liste

Für die Parteien Jüdisches Haus und Nationale Union stehen die Chancen auf einen Einzug in die Knesset schlecht. Nun haben sich beide zusammengeschlossen.
Brigadegeneral Rafi Peretz war Oberrabbiner beim Militär. Er wird Vorsitzender des neuen Parteienbündnisses.

Foto: Allonardi, Wikipedia

Brigadegeneral Rafi Peretz war Oberrabbiner beim Militär. Er wird Vorsitzender des neuen Parteienbündnisses.

JERUSALEM (inn) – Gemeinsam in den Wahlkampf: Die religiösen Parteien Nationale Union und Jüdisches Haus haben sich zusammengeschlossen. Am Donnerstagabend verkündeten sie, dass sie bei den vorgezogenen Neuwahlen im April mit einer gemeinsamen Liste antreten werden.

Führen wird die Liste der Vorsitzende der Partei Jüdisches Haus, Rafi Peretz. Der Vorsitzende der Nationalen Union, Bezalel Smotritsch, wird Nummer zwei. Er soll einen Ministerposten erhalten, falls das Bündnis eine Regierungsbeteiligung erreicht. Wenn ein zweiter Ministerposten dazu komme, werde dieser rotierend von Vertretern beider Parteien besetzt, heißt es in einem Bericht der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Bei früheren Zusammenschlüssen hatte das Jüdische Haus den Vorsitz der Liste. Zugleich besetzte sie die ersten beiden Ministerposten.

Likud gratuliert

„Heute Nacht hat der religiöse Zionismus gewonnen“, sagte Peretz bei der Bekanntgabe des Zusammenschlusses. Die Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu gratulierte den beiden rechtsgerichteten Parteien. Sie bekräftigte ihre Forderung nach einer einheitlichen Fraktion kleinerer Parteien.

Der Zusammenschluss der Parteien erhöht die Chancen für einen Einzug ins Parlament. Wahlprognosen zufolge hätte keine der Parteien allein die Hürde von 3,25 Prozent überwinden können.

Alle Parteien haben noch bis zum 21. Februar Gelegenheit, Bündnisse für die Neuwahlen zu schmieden.

Von: dn

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