Religiöse Jugendliche entfernen sich von Tradition

JERUSALEM (inn) – Ein Viertel der Kinder aus religiösen jüdischen Familien will nach der Schule den traditionellen Lebensstil nicht fortführen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der israelischen Bar Ilan-Universität.

Dabei gaben etwa 42 Prozent der Teilnehmer an, sie seien weniger fromm als ihre Eltern. Rund 45 Prozent meinten, ihre Eltern hätten einen größeren Glauben. Zudem teilten ungefähr 31 Prozent mit, ihre Väter und Mütter seien unzufrieden mit dem Niveau ihrer Religiosität.

Etwa ein Drittel der Befragten war nach eigener Einschätzung früher religiöser als heute. Ein ähnlicher Anteil hat vor einigen Jahren die Gebote strenger eingehalten. Rund 30 Prozent der Teilnehmer sagten, sie hätten sich von der Religion entfernt.

Nach dem Schulabschluss wollen ungefähr 25 Prozent der Befragten den Lebensstil aufgeben, der ihnen in der Familie vermittelt wurde. Außerdem sagten etwa 18 Prozent, sie wollten nach ihrer Hochzeit die religiösen Pflichten nicht mehr beachten. Dazu gehören beispielsweise die Speisegesetze oder die Einstellung jeglicher Arbeit am Schabbat.

Befragt wurden 1.700 Schüler aus religiösen Schulen. Der Auftrag für die Erhebung kam von der Abteilung für orthodoxe Erziehung im israelischen Bildungsministerium.

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