Rat der Evangelischen Kirche beendet Israelreise

JERUSALEM (inn) – Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat seine einwöchige Reise ins Heilige Land am Sonntag beendet. Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, predigte bei einem Festgottesdienst in der Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg in Jerusalem.

In dem Gottesdienst wurde die Grundsteinlegung für das Kaiserin-Auguste-Victoria-Krankenhaus auf dem Ölberg in Jerusalem gefeiert. Zudem wurde eine Vertragsunterzeichnung über die Kirchengemeinschaft zwischen der EKD und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land unterzeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung der EKD.

Huber predigte über einen Ausschnitt der Ostergeschichte aus dem Markusevangelium (Markus 16, 9-15). “Ich kann nur hoffen, dass es mir heute besser ergeht als Maria von Magdala damals. Sie stimmte den Ton der Freude und Dankbarkeit an; aber es dauerte einige Zeit, bis man ihr glaubte. Auch ich kann gar nicht anders, als den Ton der Freude und Dankbarkeit anzustimmen“, sagte Huber. „Maria teilte ihre Freude mit; und ich kann gar nicht anders, als an diesem festlichen Tag der großen Freude über die Gemeinschaft Ausdruck zu geben, die wir in der Woche unseres Besuchs hier in Jerusalem erlebt haben und die nun ganz besonders in diesem Gottesdienst Gestalt annimmt.“

Er fügte hinzu: “Wir bekräftigen feierlich die Gemeinschaft zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Wir gedenken miteinander der Geschichte, die sich mit der Auguste-Victoria-Stiftung und der Himmelfahrtskirche verbindet. Auf der Grundlage dieser Geschichte kann die Gemeinschaft wachsen zwischen unseren Kirchen wie zwischen den Gemeinden am Ort, zwischen den deutschen Institutionen in Jerusalem und im Heiligen Land, die uns anvertraut sind, und den Christen, die ihrem Leben hier Gestalt geben und die wir in Zukunft begleiten wollen. Gebe Gott, dass es eine gute Zukunft ist.“

Bezugnehmend auf die erste Reaktion der Jünger, die von Hoffnungslosigkeit geprägt war, sagte Huber weiter: „Wir sind selbst Menschen, die Leid tragen und weinen: Wenn wir durch Yad Vashem gehen und das Grauen erinnern, das dort vergegenwärtigt wird. Wenn wir die Friedlosigkeit sehen, die den Nahen Osten bestimmt und sich in gigantischen Sicherheitsmaßnahmen Ausdruck verschafft. Wenn wir durch die Checkpoints gehen oder die Wege sehen, die unseren Mitchristen versperrt sind. Aber selten ist mir der Osterjubel näher gegangen als eben in dieser Situation. Und von Herzen gern habe ich in diesen Tagen ausgerufen: Christus ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden.“

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