Randalierer beschädigen christliche Friedhöfe im Westjordanland

RAMALLAH (inn) - Unbekannte haben in der palästinensischen Ortschaft Jifna bei Ramallah im Westjordanland am Sonntag zwei christliche Friedhöfe geschändet. Sie beschädigten etwa 70 Gräber. Vertreter der beiden Kirchen in dem Dorf verurteilten die Übergriffe und forderten eine umfassende Untersuchung.

Wie George Abdu von der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Jifna mitteilte, wurden Grabsteine zerschlagen, Metall- und Holzkreuze abgebrochen und eine Madonnen-Statue beschädigt. Vertreter der beiden Kirchen in Jifna verurteilten die Tat. Solche Übergriffe zielten darauf ab, christliche und muslimische Palästinenser zu spalten. Die Geistlichen riefen die Autonomiebehörde dazu auf, alles Mögliche zu tun, um die Verantwortlichen zu finden und zu bestrafen. Die ortsansässigen Muslime seien über den Vorfall “sogar trauriger als die Christen”, heißt es weiter. Das meldet die palästinensische Nachrichtenagentur “Ma´an”.

Auch das “Palästinensische Zentrum für Menschenrechte” (PCHR) missbilligte die Tat. “PCHR wiederholt seine Verurteilung für dieses Verbrechen und fordert die palästinensische Regierung in Ramallah auf, den Fall zu untersuchen und die Verantwortlichen zu bestrafen”,  heißt es in einer Veröffentlichung gegenüber “Ma´an”. Laut dem Bericht laufen die Untersuchungen bereits seit Sonntagmorgen.

In Jifna bekennt sich die Mehrheit der Einwohner zum christlichen Glauben. Rund 1.600 Palästinenser leben in der Ortschaft, etwa 900 von ihnen sind Christen.

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