Radikale Siedlergruppe soll auf internationale Terror-Liste

RAMALLAH (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat die Vereinten Nationen dazu aufgefordert, die sogenannte „Hügel-Jugend“ als Terrorgruppe einzustufen. Diese radikalen jugendlichen Siedler aus dem Westjordanland sollen hinter den „Preisschild“-Angriffen stecken.
Der palästinensische Außenminister Riad al-Maliki sieht in der radikalen Siedlerbewegung "Hügel-Jugend" eine Terrorgruppe.
Der palästinensische Außenminister Riad al-Maliki sieht in der radikalen Siedlerbewegung „Hügel-Jugend“ eine Terrorgruppe.

In einem Brief an die UN forderte der palästinensische Außenminister Rijad al-Maliki, die Verantwortlichen für die „Preisschild“-Angriffe müssten als Terroristen eingestuft werden. Die „Hügel-Jugend“ werde sowohl von Palästinensern als auch von Israelis die Übergriffe verantwortlich gemacht, sie müsse daher auf die Liste der internationalen Terror-Organisation gesetzt werden. Die PA habe bereits Klage gegen die Jugendbewegung und „ihre terroristischen Aktionen“ vorbereitet, so Al-Maliki. Er fügte hinzu: „Wir haben Zitate von israelischen Vertretern, die von der Gruppe bereits als Terror-Organisation spricht, die aus Hass auf Araber heraus agiert.“
Eine Kopie des Briefes sei außerdem an die Arabische Liga, die EU, die USA, Russland, China und die „Organisation für Islamische Zusammenarbeit“ geschickt worden, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Das Wort „Preisschild“ wird von einer kleinen Randgruppe jüdischer Extremisten verwendet, die nicht mit der israelischen Politik einverstanden ist. Sie will damit verdeutlichen, dass jeder Angriff auf sie oder ihre Siedlungen einen Preis hat. Arabische Bürger und ihr Eigentum, Moscheen, Kirchen sowie selbst Soldaten und Einrichtungen der Armee waren bereits Ziele dieser Übergriffe. Die Angriffe wurden von Israels Staatspräsident Schimon Peres und Premierminister Benjamin Netanjahu streng verurteilt. Mehrere israelische Politiker, darunter Justizministerin Zippi Livni und der Minister für öffentliche Sicherheit, Jitzhak Aharonovitch, fordern ebenfalls eine Einstufung der Angreifer als Terroristen.

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