TEL AVIV (inn) – Der Tennisschläger des ermordeten israelischen Premierministers Jitzhak Rabin ist in der Nacht zum Dienstag gestohlen worden. Bislang ist unklar, wer hinter der Tat steckt.
Rabin war ein begeisterter Tennis-Spieler; er übte hauptsächlich im Tennis-Zentrum von Ramat Hascharon, das etwa zehn Kilometer nordöstlich von Tel Aviv liegt. Seinen Schläger vermachte Rabins Witwe Lea dem Club nach seiner Ermordung am 4. November 1995. Seitdem wurde er dort in einer Vitrine aus Sicherheitsglas ausgestellt.
Die Diebe waren offenbar am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in das Sport-Zentrum eingebrochen und hatten die Scheiben der Vitrine zerbrochen. Sie konnten entkommen, ohne Alarm auszulösen.
Angestellte des Clubs, die die leere Vitrine am Dienstag entdeckten, sagten, die Einbrecher wussten offenbar, was sie wollten und hatten es ausschließlich auf den Schläger abgesehen. Denn sonst wurde nichts entwendet.
„Ich bin geschockt“, sagte die Direktorin des Tennis-Clubs, Janine Strauss, gegenüber der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. „Jitzhak und Lea haben viel zu dem Zentrum beigetragen.“ Sie und die Tochter Rabins, Daliah Rabin-Philosoph, baten die Diebe, den Schläger zurückzugeben. Die Polizei untersucht den Fall, hat bislang jedoch keine heiße Spur.