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Qrea ruft Palästinenser zum Stopp von Selbstmordattentaten auf

RAMALLA (inn) – Der palästinensische Premierminister, Ahmed Qrea, hat am Mittwoch erstmals zu einem Stopp der palästinensischen Selbstmordattentate aufgerufen. Die Anschläge seien „moralisch inakzeptabel“ und schadeten dem palästinensischen Volk, so Qrea.

Während einer Sitzung des Palästinensischen Legislativrates (PLC) in Ramalla wiederholte Qrea die Absicht der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), zu Friedensgesprächen mit Israel zurückzufinden. Der Trennungsplan des israelischen Regierungschefs Ariel Scharon bezüglich des Gazastreifens sei laut Qrea ein erster Schritt auf dem Weg zum Frieden. Zwar kenne er die genauen Pläne Scharons nicht, er begrüße jedoch generell jede Entscheidung zum Rückzug Israels aus palästinensischem Gebiet. Der Plan bereitet „den Weg zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen und führt uns zu einem vollständigen Rückzug aus dem Westjordanland“, so Qrea auf der Sitzung.

Die Selbstmordattentate hätten den Palästinensern geschadet, denn zum einen leide die Wirtschaft der Region darunter – zum anderen füge sie der internationalen Sympathie gegenüber dem palästinensischen Volk schweren Schaden zu, so der Premier. „Die Operationen bieten der israelischen Regierung eine Begründung für den Bau von mehr Siedlungen und der Mauer.“

Die Sitzung hatte mit einem Gedenken an den getöteten Hamas-Führer Scheich Ahmed Jassin begonnen, den Qrea als „prominentes Symbol der Palästinenser“ beschrieb, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Seine Tötung werde die Entschlossenheit der Palästinenser nicht schwächen, weiter für ihre Freiheit zu kämpfen. Doch die Verpflichtung der PA zum Friedensprozess sei auch trotz der seit September 2000 anhaltenden Gewaltwelle nicht erschüttert, sagte Qrea.

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