Prügelei in Yad Vashem

JERUSALEM (inn) – Israelische Schüler haben sich am Donnerstag in der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem geprügelt. Zum Hergang gibt es unterschiedliche Darstellungen. Die Polizei ermittelt.
Auf dem Gelände der Gedenkstätte Yad Vashem hatten israelische Schüler eine gewaltsame Auseinandersetzung.

Die Jugendlichen gehören zu zwei Schulen: einer in der Siedlung Ma‘aleh Adumim und einer im zentralisraelischen Hod HaScharon. Eine Gruppe wartete im Hof des Museums, als die andere ihre Führung beendete. Daraufhin habe ein Schüler einen anderen beleidigt.
Einem Bericht in der Internetausgabe des Senders „Kanal 2“ zufolge machte ein 17-Jähriger aus Ma‘aleh Adumim die verletzende Bemerkung. Daraufhin sei ein 15-Jähriger aus der Siedlung von Schülern aus Zentralisrael angegriffen worden. Als er aus dem Museum kam, habe einer geäußert, „dass es heute hier einen Mord geben wird. ‚Wir werden dich töten‘, sagte er“, schilderte der Jugendliche den Vorfall aus seiner Sicht gegenüber dem Portal. „Auch einem Mädchen aus meiner Klasse sagte man, dass sie mich töten würden. Sie warfen mich auf den Boden und gaben mir Tritte in die Rippen und ins Gesicht.“ Zudem hätten sich die Jugendlichen auf die Lehrerin stürzen wollen.
Die Tageszeitung „Ma‘ariv“ berichtet hingegen, das Opfer stamme aus Hod HaScharon und die Angreifer aus Ma‘aleh Adumim.
Ein Wachmann der Gedenkstätte, der die Streithähne trennen wollte, wurde laut den Medienberichten ebenfalls angegriffen. Daraufhin informierte die Museumsleitung die Polizei. Die Beamten befragten die anwesenden Schüler und leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein, um die Umstände des Vorfalles zu klären. Yad Vashem sprach von einem bedauerlichen und seltenen Vorfall.

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