Proteste im Westjordanland gegen Reform der „Märtyrerrenten“

Von Israelnetz

Hunderte Palästinenser haben am Sonntag an mehreren Orten im Westjordanland gegen eine Änderung der Häftlingszahlungen protestiert. Bis vor Kurzem bekamen die Familien von palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen monatliche Geldzahlungen. Nach Kritik der USA und der EU sollten die Zahlungen an den Bedarf der Familien gekoppelt werden, statt an die Länge der Haftzeit. Betroffene Familien bezeichnen dies als „Kriminalisierung des nationalen Kampfes der Palästinenser“. (aee)

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15 Antworten

  1. Proteste im Westjordanland gegen die Kriminalisierung des Terrors der Palästinenser.

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  2. Boahh neee, was ist an deren nationalem Kampf, was die Märtyrerrenten betrifft, nicht kriminell ? Was machen die denn mit diesen Renten, die im Grunde von den Steuern der EU bezahlt werden ? Unter anderem auch von meinen Steuern !!!
    Na, wenn ich meine Aliya vollzogen habe, ist das vorbei ,ich finanziere keine Renten für tote oder einsitzende Verbrecher oder Terroristen. Meine Rentenansprüche gegen Deutschland mache ich in voller Höhe geltend, dafür hab ich fast fünfzig Jahre gebuckelt.
    Ich zahle nicht die Steuern für ein Land, dem ich den Rücken gekehrt habe !!!
    SHALOM HA CHANUKKA

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  3. Es sollte überhaupt kein Geld geben, wenn jemand wegen Terror/Gewalttat inhaftiert ist. Das ist kontraproduktiv und kurbelt den Terror nur weiter an.

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  4. Diese Zahlungen sollten komplett eingestellt werden. Sie sind ein Anreiz, Straftaten zu begehen.

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  5. Den „nationalen Kampf der Palästinenser“ muss man nicht kriminalisieren. Der ist bereits kriminell genug.

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  6. Märtyrerrenten? Ich meine das ist ein Witz diese Bezeichnung? Ein Märtyrer ist tot, auf dem Feld mit der Waffe in der Hand kämpfend gefallen. So definiert der Koran einen „Märtyrer“! Verliert einer sein Leben auf andere Weise, ist er niemals ein Märtyrer auch wenn das von Seite der überheblichen islam. Führer behauptet wird! Es ist pure Erfindung!

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    1. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes Märtyrer beschrieb einen Menschen, der um seiner Überzeugungen willen ein Martyrium bis zum Tod erduldete, einem mitunter sehr grausamen Tod, aber dabei nicht einmal seinen Folterern und Mördern mit Gewalt begegnete.
      Viele der christlichen Heiligen erlitten dieses Schicksal, häufig von den eigenen Glaubensbrüdern als Ketzer angeklagt, aber auch viele Missionare.
      Der jüdische Weg des Kiddusch ha Schem ist ein anderer : Erbitterter Widerstand bis zuletzt um dann, in aussichtsloser Lage religiös motivierten Suizid zu begehen, mitunter eine Massenentscheidung,siehe Masada oder die Pogrome während der spanischen Reconquista,
      oder auch in den Städten entlang des Rheins während der Kreuzzüge.
      SHALOM HA CHANUKKA

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      1. Hallo Herr Klaus,
        die ca. 4000 bis 5000 sogenannten christlichen Märtyrer, darunter viele an Massenmorden beteilige Päpste, Kirchenväter, Laien und Priester, etc., Antisemiten der schlimmsten Art, wie z.B. der – in Auschwitz ermordete polnische katholische Priester M. Kolbe – sind nicht mein Thema.

        Der von Ihnen genannte Begriff „Kiddusch HaSchem“ wünscht ausdrücklich kein Märtyrertum.
        Die Heiligung des Gttlichen Namen erfolgt im profanen Alltagsleben, durch unsere Lebensführung, somit durch soziales Verhalten, Mitmenschlichkeit, Leben nach den Weisungen der Tora und den entsprechenden Erläuterungen im Talmud.
        Die im Begriff Kiddusch HaSchem innewohnende Lebensbejahung „Pikkuach nefesch“ erkennen wir daran, dass fast beinahe alle Mizwot/Weisungen gebrochen werden dürfen wenn hierdurch ein Menschenleben gerettet werden kann.
        Von dieser Lehre der Weisen gibt es drei Ausnahmen wo zur Heiligung des G´ttlichen Namen das eigene Leben eingesetzt werden soll:
        1. Teilnahme an jeglichem Götzendienst (Verhöhnung des G´ttlichen Namens, Anbetung von Götzen in Form von Menschen, hierzu gehört für jüdische Menschen auch die von Paulus konzipierte heidenchristliche Ideologie, Linke oder Rechte Menschenverachtende Führervorstellungen, sowie andere materiell erstellte Gebilde oder Lehren.
        2. Teilnahme an der Ermordung von Menschen.
        3. Teilnahme an Inzesthandlungen.
        Zusammengefasst: Wir Menschen sollen nach G´ttlichen Weisungen leben.Schalom!

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        1. @Peter – Boas
          Herzlichen Dank für Ihren Kommentar! – Sie fassen, soweit ich das mit meinem geringen Wissen beurteilen kann, Wichtiges von dem zusammen, was in einem Buch von Frau Prof. Verena Lenzen behandelt wird: „Jüdisches Leben und Sterben im Namen Gottes. Studien über die Heiligung des göttlichen Namens (Kiddusch HaSchem).“ Es ist ihre überarbeitete und erweiterte Habilitationsschrift. Ich besitze eine Ausgabe von 2002 (da war ich minus ein Jahr alt).

          Vielleicht kennen Sie dieses Buch? Für mich ist es eine gut geschriebene, ohne großes Vorwissen verständliche Einführung in die jüdische Religionsgeschichte.
          Frau Lenzen erörtert die (theologische) Geschichte des Begriffs des Kiddusch HaSchem – die Heiligung des göttlichen Namens. Sie geht ausführlich auf die Wandlung dieses Begriffs im Lauf der Jahrhunderte ein. Eines ihrer Themen ist: Shoah und Kiddusch HaSchem – eine Begriffs- und Sinnkrise?
          Eingehend behandelt Frau Lenzen die Geschichte von Abraham und Isaak. Ihre Deutung befasst sich unter anderem mit den Fragen: Wie weit soll ein Mensch gehen in seiner Bereitschaft zum Opfer seines Kindes, zum Selbstopfer und zum Märtyrertum?

          In diesem Zusammenhang bin ich Ihnen besonders dankbar für den letzten Abschnitt Ihres Kommentars (die drei Ausnahmen).
          Erwähnen sollte ich noch, dass ich es gut, richtig und sinnvoll finde, wenn Sie eingangs unmissverständlich sagen, was nicht Ihr Thema ist.

          @Klaus, auch bei Ihnen möchte ich mich bedanken, denn ohne Ihren Kommentar gäbe es ja die Replik von Herrn @Peter – Boas nicht!

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  7. Aha. Mord an unschuldigen Zivilisten soll jetzt Freiheitskämpf heißen. Ich denke das ist Terrorismus und sollte bestraft und nicht belohnt werden. Ich bin nicht Freund von Todesstrafe aber für Massenmörder würde ich Ausnahme machen und daß egal von welchen Volk die stammen.

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  8. Wir können es nicht verhindern Steuern zu zahlen für fortbestehende permanente Anschläge und Massakerpläne gegen Israel durch die nicht (!) entwaffnete Terrormiliz!
    Wir können es nicht ändern, unsere Regierungen auch nicht, und die Weltgemeinschaft tut sowieso nichts und schaut in Wohlgefallen zu!
    Also tun alle Verantwortlichen weiterhin das was sie immer tun – beobachten und Gelder zur realen Unterstützung von Terroristen zur Verfügung stellen.

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  9. „Bis vor Kurzem bekamen die Familien von palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen monatliche Geldzahlungen.“

    Ich finde das falsch und bedauere, dass diese Praxis, aus welchen Gründen auch immer, nicht eingestellt wird. Es ist doch absurd und für jede Bürgergemeinschaft kontraproduktiv, Morde und Verbrechen als Einkommensquelle für Familienangehörige zu fördern. (Haftentschädigung „bei zu Unrecht erlittener Haft“, für die inhaftierte Person, wie es in Deutschland gehandhabt wird, finde ich in Ordnung.)

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  10. Naja, in jeder Familie opfert man halt einen und erhält im Gegenzug eine finanzielle Zuwendung, ganz ohne eigene Leistungen zu erbringen. Das muss natürlich so bleiben, sonst müsst man ja am Bau schuften,oder ähnliches.

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