Protestaktion zum 23. Geburtstag von Gilad Schalit

MINNESOTA (inn) - Zahlreiche jüdische Gemeinden in Amerika wollen am Freitag an den 23. Geburtstag des entführten Soldaten Gilad Schalit erinnern. Zu diesem Anlass soll eine Reihe von Kundgebungen stattfinden. Mit einer Postkartenaktion wolle man zudem das "Internationale Rote Kreuz" auffordern, Schalit zu besuchen und seine Sicherheit zu gewährleisten.

Mehr als drei Jahre nach der Entführung von Schalit, hat die “Jewish Agency” in Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen in Nordamerika zu den Protesten aufgerufen. Während dieser Woche und am 28. August selbst sollen Veranstaltungen in Minneapolis, St. Paul, Denver, Teaneck, Tucson, Columbus, Phoenix, Tulsa, Miami und San Francisco stattfinden.

Die Kampagne, trägt den Namen “Gilad Schalit: Everybody’s Child” (Gilad Schalit: Jedermanns Kind”). Sie unterstützt damit die Bemühungen von Schalits Eltern. Diese hatten amerikanische Juden um Hilfe gebeten, sie bei der Freilassung ihres Sohns zu unterstützen. Wie die “Jerusalem Post” schreibt, sei das Hauptziel, das Internationale Rote Kreuz dazu zu bringen, den Entführten zu besuchen und sein Wohlergehen zu überprüfen.

Postkarten, Solidarität und Gebete

“Ich persönlich nehme die Sache sehr ernst”, sagt Noga Schavit, eine Gesandte der “Jewish Agency” aus Minneapolis, die auf diesem Wege ihre Solidarität mit Schalits Eltern zeigen möchte. “Das Wichtigste sind die Postkarten. Aber es geht auch darum, Solidarität zu zeigen und mit Gebeten zu unterstützen. Wir denken, dass Gilad Schalit jederzeit im Gedächtnis der Menschen sein sollte. Das Rote Kreuz muss erfahren, dass Tausende Amerikaner und Israelis es dazu aufrufen, seine Pflicht zu erfüllen”, erklärt Schavit.

Die Stadt Miami hatte Schalit im April die Ehrenbürgerwürde verliehen. Im Juli ließen dort 1.000 Kinder Ballons steigen, um auf sein Schicksal aufmerksam zu machen. Die jüdische Gemeinde Miamis wird sich ebenfalls an der Postkartenkampagne beteiligen. Für September planen Studenten der Universität eine Informationsveranstaltung über Schalit.

“Angelegenheit des internationalen Menschenrechts”

“Wir werden nicht damit aufhören, bis er zurückgekehrt ist”, sagt Steve Hunegs, Geschäftsführer des Rates der jüdischen Gemeinde in Minnesota und Dakota. “Gilad Schalit ist die Personifizierung dessen, wofür die Israelis jeden Tag leben, besonders die Mitglieder der Armee. Für das jüdische Volk ist dies eine Familienangelegenheit”, meint Hunegs in Bezug auf das Schicksal Schalits und anderer vermisster israelischer Soldaten und fügt hinzu: “Es ist sogar eine Angelegenheit des internationalen Menschenrechts.”

Bei den Kundgebungen in Minnesota werden mit Keith Ellison und Erik Paulsen auch zwei Kongressabgeordnete der Republikaner erwartet. “Dies spricht für die Bedeutung der Sache”, meint Hunegs. “Die Veranstaltungen sind die einzige Möglichkeit, unsere Anteilnahme zu zeigen. Wir können beten, Briefe schreiben und zeigen, dass wir uns um ihn sorgen”, fügt Itai Lavi, Gesandter der “Jewish Agency” aus Oklahoma hinzu.

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