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Protest gegen Haushalt: 155 Mossad-Mitarbeiter kündigen

JERUSALEM (inn) – In den vergangenen Tagen haben 155 Mitarbeiter des israelischen Auslandgeheimdienstes Mossad mitgeteilt, ihre Arbeit mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Damit protestieren sie gegen finanzielle Einschränkungen, die der neue Haushaltsplan für die Organisation vorsieht.

So soll das Pensionsalter bei fest angestellten Mitarbeitern der israelischen Armee und des Mossad von 45 auf 55 Jahre angehoben werden. Im Jahr 2003 dürfen nicht mehr als 800 Angestellte in Rente gehen, in den Jahren 2004 und 2005 soll diese Anzahl auf jeweils 400 beschränkt werden. In den vergangenen Jahren waren jährlich etwa 1.200 Mitarbeiter von Armee und Mossad in Pension gegangen.

Einem Bericht der Tageszeitung „Yediot Ahronot“ zufolge protestiert ein Teil der 155 Mossad-Mitglieder auch gegen neue Richtlinien, die Meir Dagan beim Antritt seines Amtes als Vorsitzender des Geheimdienstes eingeführt hatte. Er wünscht mehr „besondere Aktionen“ und kümmert sich weniger um Beziehungen mit ausländischen Nachrichtendiensten, weil der Mossad kein „zweites Außenministerium“ sei.

Die Mitteilung löste einen „Sturm“ im politischen Apparat aus. Wenn so viele Mitarbeiter mit unterschiedlichen Dienstgraden ausscheiden, könne die Arbeit des Geheimdienstes ernsthaft geschädigt werden, hieß es. Aus dem Büro von Israels Premier Ariel Sharon, das für die Aktivitäten des Mossad zuständig ist, gab es bisher keine Stellungnahme.

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