Der israelische Botschafter in Berlin, Ron Prosor, hat besorgt auf das Ergebnis der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt reagiert. Dieses sollte „jeden beunruhigen, dem die Zukunft des jüdischen Lebens in Deutschland am Herzen liegt“, sagte er laut dpa der Funke Mediengruppe angesichts des deutlichen Sieges der AfD. Bereits am Sonntagnachmittag hatte der Diplomat eine Brandmauer gegen Antisemitismus ohne politische Richtung gefordert. „Jüdisches Leben und das Existenzrecht Israels sind rote Linien – ob von Rechtsextremen, Linksextremen oder Islamisten angegriffen“, schrieb er auf X. (eh)
Deutschland schaut nach rechts. Es darf auf dem linken Auge nicht blind sein.
— Ambassador Ron Prosor (@Ron_Prosor) September 6, 2026
Die Gefahr von Rechtsextremismus ist offensichtlich. Sie wird diskutiert, benannt und verurteilt. Linksextremer Antisemitismus verdient genau dieselbe Klarheit.
Wenn die Linksjugend an Schüler Sticker…
74 Kommentare
Werter Herr Prosor, worauf basiert denn dieser scharfe Fokus auf Rechts ?
Doch wohl zu allererst, weil die Shoah mit all ihren Scheußlichkeiten von Rechts ausging. Der linke Antisemitismus wurde dahingehend lange Zeit als vernachlässigbar betrachtet, dabei steckt gerade auch dort ein ungeheuer großes Potential an Hass und Aggression drin.
Ich mag hier keine Lanze für die Blauen brechen, aber die haben momentan andere Ziele, da sind wir Juden vermutlich für die das kleinere Problem, abgesehen davon kochen die auch nur mit Wasser.
SHALOM
Klaus @ ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass es eine Gruppe „Juden in der AFD“ gibt. Leider finde ich diesen Artikel nicht wieder. Kannst Du mich da vielleicht informieren, gibt es diese Gruppe noch ?
Kann ich nicht sagen, Antonia.
Ich weiß, daß es so einen Artikel gab, ist aber ein Weilchen her.
Ich geh mal ein bisschen schnüffeln, vielleicht find ich was.
SHALOM
Schlag mal bei Google nach.
Unter ,,Juden in der AFD “ wirst du fündig, und du wirst überrascht sein.
SHALOM
@Klaus @Antonia
Juden als Mitglieder in der Afd, das ist mir seit mind. 12 Jahren bekannt; habe es i.d. ZEIT gelesen, da war allerdings von Lucke noch der Chef u. die AfD kannte noch keine Weidel/Höcke. Diese Mitgliedschaft wurde damals bereits vom Zentralrat dafür kritisiert.
Eine kurze Korrektur, Brigitte: Die Gruppe „Juden in der AfD“ wurde nicht 2013, sondern 2018 gegründet – zu diesem Zeitpunkt war Lucke bereits kein Parteimitglied mehr.
Aber keine Sorge: Es handelt sich dabei nur um eine winzige Minderheit von lediglich 82 Mitgliedern; die überwiegende Mehrheit der in Deutschland lebenden Juden lehnt die AfD entschieden ab.
@Klaus, was ist seriöser als die Konrad-Adenauer-Stiftung? Hier ein kleiner Auszug: „Tatsächlich ist die „Israel-Solidarität“ der AfD vor allem instrumenteller Natur. Sie dient insbesondere der Legitimierung von Muslimfeindlichkeit, dem Angriff auf politische Gegner und der Ablenkung von rechtsextremen, revisionistischen und religionsfeindlichen Positionen“
Wieso wundert mich das nicht?
Danke, Gideon Lahav und Brigitte.
Ob Viktor Orbán in Ungarn, Marine Le Pen in Frankreich oder Geert Wilders in den Niederlanden –
es handelt sich im Grunde um eine Form des taktischen Philosemitismus, der eine vermeintliche Freundschaft mit Juden und Israel einzig dazu instrumentalisiert, gegen die Linke und Einwanderergruppen zu agitieren.
@Klaus
Ich kann dir nur zustimmen. Ich hab schon bei dem Bericht „im Hass vereint“ meine Meinung zur Lothar und Ella gesendet. Und wenn man mal ehrlich ist,den Wählern interessiert mehr was aus ihnen und ihr Land wird. Kann man wohl nachvollziehen. Und da haben ja nun alle Parteien daneben gehauen. Das Interesse an Juden,Israelis und Gaza liegt weit hinten. Es geht um Arbeitsplätze,Rente, Gesundheitsreform und,und,und. Ich kann es im gewissen Sinne nachvollziehen. Auch ich fühle mich betrogen von der Politik. Und wie du schon sagst: AFD kocht auch nur mit Wasser. Und wenn sie nur mit entscheiden können bei gewissen Themen. Es braucht eine Veränderung. Und jetzt darüber zu diskutieren,die Partei verbieten zu lassen finde ich unterirdisch. Was sollen die Wähler wohl denken? Sie haben gewählt und gut ist. Das nennt man dann Demokratie? Wenn es nicht so passt,dann verbieten oder neu wählen? Das treibt noch mehr Leute zur AFD. Jetzt müssen die Politiker sehen,wie sie das hinbekommen. Mein Tipp für sie: mal kurz nachdenken,was man dem Wähler alles zumutet. Und dann umkehren,soweit das möglich ist. Sonst geht’s weiter bergab. Dazu muss man nicht hellsehen können. Die Leute haben die Faxen dicke. Müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Und dann die Migrationspolitik.
So ist es, Manu, lies mal, was die Foristin Brigitte dazu schreibt bezüglich der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das ist nicht von der Hand zu weisen, wir wissen nicht, was uns bevorsteht, sollte die AFD einst die Bundesregierung stellen, es könnte in der Tat ein trojanisches Pferd sein.
Dessen müssen wir uns bewusst sein.
SHALOM
@ Manu
Ich kann dich in Vielem verstehen, gebe aber zu Bedenken:
Man kann leichtfertig eine Demokratie gefährlich ins Wanken bringen oder gar zerstören, wenn in demokratischen Wahlen die „Denkzettel-Wähler“ undemokratischen Parteien ihre Stimmen geben. Siehe Untergang der Weimarer Republik und Machtergreifung Hitlers. Habe meine Meinung dazu unter „Im Hass vereint“ näher ausgeführt.
@Caja
Da gibt es einen interessanten Kommentar von Boris Palmer in der Frankfurter Rundschau. Boris Palmer zu AFD Aussage von Söder.
Palmer sagt,er fordert eine Auseinandersetzung mit der AFD-statt Brandmauer. AFD hat keine SA und keine vergleichbaren bewaffneten Parteitruppen. Und die Bundesrepublik ist nicht die Weimarer Republik. Sie wurden gewählt und nun muss man eine gemeinsame Schnittmenge finden. Und Neuwahlen könnten der AFD zur absoluten Mehrheit verhelfen. Und er meinte auch,es wird nicht gleich der Faschismus ausbrechen. Und das denke ich auch. Ein Bundesland hat sich mehrheitlich so entschieden. Das muss man akzeptieren. Und je mehr sich Merz und andere aufregen,umso mehr werden bei den anderen Wahlen die Leute zur AFD überlaufen. Was ich finde ist,man sollte vielleicht mal mehr nach links gucken und da aufpassen. Da sieht keiner eine Gefahr und fordert eine Brandmauer. Warum nicht? Außerdem,wenn Merz und Co. ihre Arbeit anständig gemacht hätten und sich mal drum gekümmert hätten,was dem Volk auf der Seele brennt,dann hätten wir jetzt das Problem nicht. Gewollt,gewählt,bekommen. So sehe ich das.
@Klaus
Ein Deutschland von der AfD regiert, wäre wie die DDR oder Nordkorea: auf der Seite Russlands gegen Israel.
Sehe ich genauso.
@Lerche
Danke
@ AlbertNola
Treffsicher auf den Punkt gebracht!
@Caja
Danke
Kann von ganzem Herzen nur zustimmen 👍👍👍
@Martin
Danke
Die Wahl der AfD beunruhigt viele Menschen in der BRD. Meine Bekannten aus Rumänien und ich selbst gehöre aus persönlichen Gründen dazu. In der Stadt, wo ich wohne, hat die AfD meiner Ansicht nach, wenig Chancen. Wenn es dunkel wird sind dort nur arabisch aussehende Personen unterwegs.
Ute Engels@ „Wenn es dunkel wird sind dort nur arabisch aussehende Personen unterwegs“ . Das könnte, liebe Ute, für manchen Wähler gerade ein Grund sein, für die AFD zu stimmen.
Das denke ich auch. Aber ich muss auch zugeben, dass ich als in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre in einem großen Kaufhaus namens Wertkauf war, hat damals schon meine beste Freundin gesagt: „Gell im Wertkauf kann man die Deutschen zählen“ Damals war im Wertkauf schon ein Gewirr von Sprachen. Heute sind in der Stadt, wo ich wenige Kilometer entfernt wohne viele arabische Geschäfte zu sehen. Nachts fühlt man sich wie in einem arabischen Land. Tagsüber sitzen auch manchmal deutsche und mit osteuropäischem Akzent sprechende Personen auf den Treppen und auf dem großen Parkplatz vordem Bahnhof. Es sind Männer und Frauen, die Alkohol trinken und manchmal auch ein bisschen unheimlich.
Dies ist das erste Mal wo ich den Herrn Prosor zustimme.👍
@Gideon Lahav
Auch das letzte Mal?
Lieber Klaus, wie wäre es hiermit? WELT, 15. August 2026:
Björn Höcke will bewaffnete Neonazis wieder in die AfD aufnehmen.
Ich denke, das erklärt, warum der Wahlerfolg der AfD aus israelischer und jüdischer Sicht mit großer Angst und Besorgnis betrachtet wird.
Charlotte Knobloch, eine Holocaust-Überlebende, sieht große Parallelen zwischen der AfD und der NSDAP; da diese Worte von einer Holocaust-Überlebende stammen, erwarte ich, dass sie von allen Juden und Freunden Israels ernst genommen – und nicht ignoriert – werden.
Und woher kommt die Kritik an Ron Prosor wegen seines starken Fokus auf das rechte Lager? Schließlich hat er erklärt, dass eine „Brandmauer“ gegen jede Form von Antisemitismus nötig sei, und das ist richtig.
Zudem unterscheidet sich die Wahrnehmung dessen, von wo die größte Bedrohung für Juden ausgeht, von Person zu Person.
Ich persönlich bin Größenteils mit dem Antisemitismus aus dem Rechten Milleu konfrontiert worden, der sich rassistisch gegen mich richtete –, während ich kaum Erfahrungen mit Antisemitismus aus linken oder Ausländischen Kreisen gemacht habe.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich in einer ländlichen Region lebe und nicht in einer Metropolregion beruflich unterwegs bin.
@Sarah C.
Auch wenn der Antisemitismus von links kommt, muss man Charlotte Knobloch, eine wunderbare Frau, zustimmen.
Sarah C.,ich habe nicht Prosor oder Knobloch kritisiert, möchte aber auch nicht, daß der Fokus rechts verbleibt und das linke Auge zu wenig sieht. Denn anders als Sie habe ich in meiner linksrheinländischen Heimat das genau seitenverkehrte Problem, ihren letzten Absatz betreffend. Und in Großstädte wie Köln, Bonn oder Düsseldorf reise ich nur noch mit Unterziehpanzer, an kalten Tagen mit modisch kaschiertem Schutzkragen. Scherzhaft gesprochen muss ich demzufolge mein menschliches Umfeld mit Silberblick betrachten.
SHALOM
Ich denke das ist ein Musterbeispiel dafür, wie Demagogie funktioniert: „Björn Höcke will bewaffnete Neonazis wieder in die AfD aufnehmen.“
Eine reißerische Überschrift und nichts dahinter.
Björn Höcke hat zum Judentum übrigens eine sehr positive Einstellung.
Beten wir dafür, daß er Christ wird.
@ Sarah. Ich nehme sie ernst und habe gleich ihre Bedenken und Sorgen, die sie schnell in der JA veröffentlich hat, gelesen. Ich teile sie.
LG Eleonora
Die AFD ist für viele Wähler eine Alternative zu WEITER SO gewesen. Für Juden und Migranten in unserem Land ist sie das nicht. Wir werden erst nach einiger Zeit sehen, wie sehr das unser Land verändert. Solange ein Bundeskanzler keine Fehler zugibt, sondern nur von fehlerhafter Kommunikation seiner Ziele spricht und damit die Wähler für schuldig erklärt, wird die Sackgasse, in die DE sich hineinmanövriert, immer größer. Migrations- und Integrationspolitik gescheitert. Wirtschaft geht den Bach runter, Gesundheitspolitik krank…
Aber ja, auch wenn es mir nicht gefällt, um den Dialog mit der AFD kommt man nun nicht mehr herum.
Ich schätze Herrn Prosor und unterstütze die Aussage auch nach links zu sehen und beiderseits rote Linien zu ziehen. Die Brandmauer nach Rechts existiert bereits, jedoch nicht nach Links. Sein Hinweis ist daher vollkommen korrekt.
Kürzlich hörte ich, die Linken sind ja nicht so schlimm wie die AFD. Doch, ist sie, mindestens. Auch in dem Sinne, dass sie mit ihrer Israelhetze Hass gegen hier lebende Juden betreibt. Den Rest kann man sich auf dem letzten Parteitag der Linken einmal anhören.
Sieht man die AFD als undemokratische Partei, dann hat das auch für die Linke zu gelten. Dieser Kuschelkurs mit der Linken ist völlig inakzeptabel.
Die Brandmauer nur nach Rechts hat die Demokratie destabilisiert, da auch bei wichtigen Sachthemen keine Übereinstimmungen mit der AFD erlaubt waren. Hier noch mal zugespitzt. Würde die AFD sagen „spring da nicht hinunter, da droht Gefahr“, würden die Anderen sagen „doch“, um sich abzusetzen Der reinste Kindergarten.
Wenn man nicht willens ist, bei Sachthemen parteiunabhängig zu agieren und entsprechende Mehrheitsbeschlüsse zu verabschieden, wird es so weitergehen wie bisher. Und damit hängt man große Teile der Bevölkerung ab und verneint deren Anliegen und Sicherheitsinteressen.
Die Wahl in Sachsen-Anhalt wird zu weiterer Versteifung im Bund führen und linke Bündnisse bzw. linken Einfluss befördern, zum Nachteil der Bürger. Und dies dürfte auch sehr nachteilig für Israel sein.
Daher stehe ich zu dem Konzept „nur“ rote Linien zu ziehen, nach Links und Rechts. Die noch Vernünftigen müssen eingebunden werden. Das ist der Wähleraufttag.
@Lothar
Volle Zustimmung!
@Lothar
👍👍👍
Also ich meine der Antisemitismus in unserem Land kommt zu 95 % von den Linken, die mit manchen muslimischen Asylbewerbern, vorallem aus dem sog. Palästina, sich verbünden.
Also ich finde es beunruhigend, wenn nicht die AfD regiert.
Grund sind die vielen antisemitischen Asylanten, in Nürnberg haben Syrer eine Israelflagge angegriffen und sich danach feindselig verhalten, bei einer AfD-Regierung wäre das wohl nicht so passiert, denn da wären die aggressiven Syrer schon wieder zu Hause und könnten dort sich um den Aufbau ihres Landes kümmern.
Gott segne die AfD!
Es gibt übrigens bei keiner Partei soviele Juden im Bundestag vom Anteil her wie bei der AfD.
Ich denke dieses Statement ist eher als Gruß an die amtierende Regierung zu sehen.
@Rainer
Juden bei der AfD? Nein, danke! Die Führer der AfD sind russische Spione gegen Israel.
Sind Sie der Meinung, Juden soll es verboten werden, bei der AfD Mitglied zu sein?
Das wäre ein Rückfall ins Mittelalter, Juden wurden aus Städten ausgesperrt, aus Handwerksberufen usw.
Da bin ich dagegen.
@Albert
Warum sollen in der AfD keine Juden sein und ihre Interessen vertreten?
Israel und Russland haben stets vernünftig kommuniziert um Eskalationen zu vermeiden, siehe z.B. beim Syrienkrieg die Eingriffe der IDF. Welche Fakten können Sie anführen für Ihre These: „Die Führer der AfD sind russische Spione gegen Israel.“? Welche Aggressionen betreibt Russland gegen Israel?
Die AfD will im Gespräch bleiben mit Russland, denn Russland wird auch nach Putin weiter bestehen. Viele deutsche Firmen bestehen nach wie vor erfolgreich in Russland und D bezieht nach wie vor russisches Gas und Erdölprodukte, zwar sehr verteuert da über verzweigte Umwege.
@manfred westphal
Die Kommunisten auf der ganzen Welt vereinigt gegen Israel. Die kommunistischen Staaten haben gute Beziehungen zu den Terroristen (Hamas, Hisbollah, Huthi) und zu den Terrorstaaten (Iran), die Israel vernichten wollen. Beispiel: Kubanischer Präsident trägt sich ins Kondolenzbuch zu Ehren des Großayatollahs Ali Khamenei ein. Antisemitismus in Rotchina Staatsdoktrin. Die Kommunisten in Europa genauso.
@Rainer
Machen wir uns nichts vor. Der Zug mit antisemitischer Einwanderung ist abgefahren und kaum noch umkehrbar.
Ich hatte früher freundliche Kontakte zu Flüchtlingen. Die machten keinerlei Probleme und waren froh, Schutz gefunden zu haben. Auch heute gibt es solche noch. Doch was uns jetzt in nicht unerheblichem Maße geboten wird, ist eher geeignet, dass Juden und auch „wir“, inclusive Polizei, jetzt Schutz vor denen (die das Asylrecht missbrauchen) suchen müssen,
Da sind wir wieder beim Thema. Es waren meist linke Kräfte und leider auch SPD und Grüne, die ein genaueres „Hinsehen“ und mehr „Kontrolle“ bei der Einwanderung blockiert haben, oft entgegen kritischen Stimmen aus der CDU/CSU/FDP. Nicht selten wurden diese dann in AFD-Nähe gerückt. Ist noch nicht lange her.
Unser Problem ist also hausgemacht, auch ganz ohne AFD.
Wenn wir unsere Demokratie noch retten wollen, ist es unausweichlich, die Wähler ernstzunehmen. Eine reine AFD-Regierung brauche ich dazu nicht unbedingt, und ich würde mich dabei auch unwohl fühlen.
Die Aufgabe wäre jetzt also, dass Regierung und Opposition eine Art Selbstreinigung durchführen und linksgerichtete und andere Demokratiehemmer zurückdrängen. Dazu wird aber insbesondere der SPD und den Grünen der Mut und die Bereitschaft fehlen, da sie damit ihr Klientel schmälern würden.
Der Linksruck innerhalb der SPD in den letzten Jahren war ja unübersehbar. Warum wohl haben viele SPD-Wähler sich von der Partei nicht mehr vertreten gefühlt und sind „rübermarschiert“.
Was die AFD selbst angeht, wäre ein Rausschmiss des Höckeflügels sinnvoll.
@Rainer:
Im Rheinland haben wir steuerzahlende syrische Fachkräfte, die bereit sind, Deutschland und die deutsche Demokratie zu verteidigen und in Solidarität mit Israel die Israelflagge hoch halten. Wäre schön, wenn auch alle Deutschen ohne Migrationshintergrund so wären.
Vielen Dank an Klaus, Brigitte, Gideon Lahav und alle Foristen, die so ausführlich auf meine Frage geantwortet haben. Bin jetzt a bissel verwirrt, aber schlauer 🙂
Ja,Antonia, ich glaub, du hast eine umfangreichere Antwort erhalten als erwartet. Ich bin auch etwas überrascht, allerdings eher im Bezug auf Reinhard und Brigitte .
Die, mögen sie auch Kontraforisten sein, scheinen differenzierter zu denken, als ich das bisher von Kontraforisten kenne . Sie scheinen eher auf einen anständigen Diskurs aus zu sein statt auf ständige Konfrontation oder Krawall.
Ich bin gespannt, ob das so bleibt.
SHALOM
@ Klaus
Naja, weil es halt gegen die AfD geht
Was ist an der AfD beunruhigend? Die regierenden Parteien im Gleichschritt mit Grün und Links treiben uns mit Vollgas in den Abgrund. Kriegswirtschaft, Kriegspropaganda und Russenhass predigen, gleichzeitig die von Merkel eingeleitete Islamisierung vorantreiben, überbordende Staatsverschuldung und einen zunehmenden Antisemitismus weiter befeuern. Normalerweise würde man doch annehmen, dass genau dieses Charakteristika einer rechtsextremen Politik sind. Wie kommt man da darauf, dass die Hauptgefahr von der AFD ausgeht.
@Beenett
Die AfD hat enge Verbindungen zu China und Russland, zwei Länder, die Terroristen und Staaten unterstützen (strategische Partnerschaft), die Israel vernichten wollen.
AfD als die Hauptgefahr? Ja, wie unsere geliebte Charlotte Knobloch sagt, weil die AfD zu groß und zu mächtig geworden ist.
Neben aller Kritik an der AFD sollte die Gefahr von links-Islamistischen Gruppen nicht verharmlost werden.
Herr Prosor und die Kommentatoren sind der Argumentation der Parteien in der Wahl gefolgt. Es wurde eine Wahlkompanie gegen die AfD und nicht für sich selbst mit eigenen Argumenten geführt. Es wurde nur Angst geschürt. Alle diese Vorwürfe gegen die AfD finde ich so nicht im Wahlprogramm der AfD. Zur Beurteilung der Wahlergebnisse sollte man die Wahlprogramme zugrunde legen.
@Frieder Lenk
Die AfD hat zwei Gesichter: in Westdeutschland moderat, in Ostdeutschland radikal. Wir, wie Charlotte Knobloch und Michel Friedman, lassen uns nicht von der AfD blenden und befürworten ein Verbotsverfahren.
Robert Kempner 1969: Das gescheiterte NSDAP-Verbot 1930 – Die verpasste Chance für Deutschland.
@ AlbertNola
Danke für den wertvollen Hinweis auf Robert Kempner! Es ist tragisch, dass wir Menschen die fatalen Entwicklungen der Vergangenheit, deren Ursachen und Folgen immer wieder so schnell vergessen und die Wiederholung solcher Dynamiken in der Gegenwart, trotz des damals entstandenen immensen Schadens und Schmerzes, nicht erkennen. Gibt es ein dümmeres Wesen als den Menschen? Selbst ein Tier lernt aus seinen Irrtümern, wenn es die negativen Konsequenzen seines Fehlverhaltens zu spüren bekam.
@Caja
Bitte
@ Frieder Lenk
Falls es Sie interessiert, was ich zum Parteiprogramm der AfD zu sagen habe, können Sie gerne mal zum Artikel „Im Hass vereint“ zurück blättern. Und mir dann gerne sagen, was Sie dazu denken.
Und im Übrigen: Wir wissen alle, Papier ist geduldig, und was davon dann umgesetzt wird – und vor allem wie – steht auf einem anderen Blatt.
@Albert @…
So ein Verbotsverfahren wird wahrscheinlich scheitern, nach dem was ich bisher gehört habe. Dann sind sie stärker als vorher.
Die Hürden für ein Verbot sind angeblich sehr hoch. Die AFD ist wohl nicht insgesamt rechtsextremistisch, sondern nur in Teilen. Ebenso müsste nachweisbar sein, dass sie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung beseitigen, also einen Art Umsturz planen will.
Gleiches, nur im Sinne von Linksextremismus, ließe sich auch für ein Verbot der „Linken“ sagen.
Kluge Köpfe aus der Politik, die sich durch Studium rechtlich besser damit auskennen, raten daher dringend von einem solchen Verbotsverfahren ab.
Ich verstehe nicht, dass hier der Ansatz von Prosor einer Brandmauer auch nach Links nicht viel Gehör findet. Die zur AFD besteht bereits, aber nicht zur „Linken „. Ein großer Fehler.
Durch Brandmauern zur AFD und (!) zur „Linken“ könnte die demokratische Mitte in Politik und Gesellschaft prozentual gestärkt und den Extremem besser entgegengetreten werden. Soll sich die Spreu vom Weizen trennen. Unter dem beidseitigen Druck könnten gemäßigte Kräfte in die politische Mitte wieder zurückkehren. Ich vermute, das hatte auch Herr Prosor im Hinterkopf. Ein sehr kluger Mann.
„Jüdisches Leben und das Existenzrecht Israels sind rote Linien“, so Prosor. Da wo sie überschritten werden, sei es Genozidvorwurf, sei es BDS-Unterstützung oder andere Arten des Hassschürens, dreht ihnen im Bundestag auch hier den Rücken zu.
Das relativiert nicht die Aussagen von Charlotte Knobloch.
Also, warum will hier keiner die Brandmauer auch nach „Links“?
@ Lothar
Nach deinen wirklich guten Ausführungen zur Einordnung und einem geeigneten Umgang mit der Linken und AfD will ich deine im letzten Satz gestellte Frage nicht einfach im luftleeren Raum unbeantwortet verhallen lassen.
Ich teile deine Ansichten zu nahezu 100 %.
Aber hinsichtlich der Sinnhaftigkeit der Brandmauer habe ich Zweifel. Bisher hatte ich mich noch nicht wirklich eingehend damit beschäftigt, warum ich beim Wort „Brandmauer“ immer eine Art Unwohlsein empfinde. Nach eurem Austausch darüber hier im Forum habe ich darüber aber nochmal intensiver nachgedacht und meine dazu Folgendes:
Wie du richtig sagst, sind die Aussichten für ein erfolgreiches Verbotsverfahren gegen die AfD gering.
Also werden wir auf absehbare Zeit weiter mit der unberechenbaren AfD leben müssen, der ich verfassungswidrige Bestrebungen unterstelle.
Für genauso gefährlich halte ich die Linke, die schon seit langem unerträglich gegen Israel hetzt und ihre linksextremistischen, antisemitischen Tendenzen hinter einer vermeintlichen „Israelkritik“ versteckt.
Diese beiden Parteien aber mittels einer Brandmauer zu bekämpfen, halte ich nicht für zielführend.
Denn damit würden wir die – leider – viel zu vielen Wähler dieser Parteien auf die Barrikaden bringen. Und mancher bisher Unentschlossene könnte sich aus trotziger Solidarität heraus eher noch mit diesen verbünden. Brandmauern sind wie viele Verbote eine Einladung zum Revoltieren und werden von den Adressaten meist zur Täter-Opfer-Umkehr genutzt.
(Fortsetzung folgt)
@Caja
Danke, dass Du Dir noch einmal die Mühe gemacht hast, tiefer in das Thema reinzugehen.
Ich denke (auch?) , dass eine Brandmauer, so wie Sie gegen die AFD praktiziert wurde, falsch war. Damit hat man die Wähler auf die Barrikaden gebracht. Denn man hat sich auch in Sachthemen verweigert. Das führte dann zu vielen Protestwählern, die sich bei den verschiedenen Sachthemen bei der AFD mehr vertreten sahen, m. E. nicht ganz unberechtigt (Beispiele: ungeregelte Einwanderung, Elektrische Energieversorgung).
Daher hatte ich auch eigentlich für rote Linien plädiert (Antisemitismus …) und dabei aber Überschneidungen und gemeinsame Abstimmungen bei Sachthemen zugelassen. Also könnte man das als eine eingeschränkte Brandmauer verstehen, die wir aber aus genannten Gründen auch zur Linken, in der auch Bestrebungen gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung geäußert werden, ziehen müssten.
In beiden Fällen müsste Beides (Antisemitismus, … Grundordnung) zumindest von der Regierung, besser auch mit von der übrigen Opposition im Bundestag mit deutlichen Worten geächtet werden.
Das jedoch macht bereits die SPD nicht mit (Stegner: wir brauchen keine „Brandmauer“ nach Links, nur die nach Rechts).
Daher habe ich zuletzt auch von einer Brandmauer gesprochen, meinte damit aber in beiden Fällen (AFD, Linke) rote Linien, aber auch grüne Linien, wo Übereinstimmung besteht.
Das würde bei den Wählern auf beiden Seiten den Verdruss herausnehmen. Wobei ich denke, dass das Wählerpotenzial bei der AFD, das dann zurückgeholt werden könnte, weitaus größer ist als das der Linken.
@ Lothar
Danke auch dir dafür, dass du dir noch einmal die Mühe gemacht hast, in einer so gut verständlichen Zusammenfassung deine Standpunkte darzustellen und zu erläutern – auch wenn das nicht auf Begeisterung bei Usern wie Alberto stoßen wird, die grundsätzlich nur maximal die ersten fünf Zeilen eines Textes lesen 😉.
Für mich ist aber gerade die in die Tiefe gehende Argumentation sehr wertvoll, um meine Haltung zu einem Thema zu überprüfen oder auch neue Positionen kennenzulernen und sie mit meinen ins Verhältnis zu setzen.
Zu deiner Antwort: Ich freue mich, dass du im Grunde der gleichen Ansicht bist wie ich und deine Gründe, die du zur Untermauerung deiner Ansicht anführst, kann ich vollumfänglich teilen.
Und ja, insbesondere bei Stegner steigt mir die Galle schon hoch, wenn ich seine nasale Stimme nur höre. Weil ich aus bitterer und unzähliger Erfahrung schon im Vornherein weiß, dass das, was er nun sagen wird, diametral meinen Prinzipien widersprechen wird.
👍👍👍
@ Lothar
(FS. I)
Was also tun?
Ich vermisse innerhalb der Mitte unserer deutschen Parteienlandschaft schmerzlich eine wirklich gut aufgezogene Informationsstrategie, die all den kruden Manövern und leeren Parolen dieser beiden extremistischen Parteien sofort den Wind aus den Segeln nimmt und den Bürgern offenbart, dass sie von diesen nur an der Nase in die Irre geführt werden.
Damit meine ich aber eine auf Dauer angelegte Informations-Kampagne auf einer öffentlich-rechtlichen, partei-unabhängigen Plattform, die zu allen gesellschaftsrelevanten Themen punktgenau und faktenbasiert auf Basis der demokratischen Mitte Stellung bezieht und die Lügen jeglicher extremistischer Akteure durch intensivste Recherche-Anstrengungen knallhart entlarvt. Am besten noch mit dem Angebot, sich mit Fragen dorthin zu wenden. Und der Garantie, zeitnah darauf Antwort zu bekommen. Das würde enorme Manpower erfordern und infolgedessen einiges kosten. Aber das könnte eine wirklich sinnvolle, weil im wahrsten Sinne „staatstragende“ Investition sein.
Dem Framing und Kreieren von Narrativen dieser beiden Parteien kann nur dann etwas entgegengesetzt werden, wenn man sie durch sofortige Informations- Gegenwehr entzaubert. In dieser Hinsicht zeigt sich die Politik der Mitte bisher leider viel zu unbeholfen und unglaubwürdig.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein solches interaktives Forum bei einigen auf Interesse stoßen würde, auch bei Jüngeren. Aber es müsste halt auch gut gemacht sein, sprich maximal attraktiv und innovativ. Nicht so nach dem antiquierten Alt-Herren-Modell von ARD/ZDF.
(FS folgt)
@Caja
„Ich vermisse innerhalb der Mitte unserer deutschen Parteienlandschaft schmerzlich eine wirklich gut aufgezogene Informationsstrategie“
Das wäre sehr gut, scheitert aber wohl an oben Gesagtem (1. Antwort).
Keiner im links-grünen Spektrum will es sich mit der Linken verderben, um sich im Machtpoker dann mit der Linken vielleicht dann doch einmal zu verbünden oder „Kapital“ daraus zu schlagen.
Also gemeinsam gegen Rechts als Hauptziel, um damit die AFD zu verhindern und somit den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. BSD schlummert ja auch im Hintergrund.
Im ÖrR wird sich das von Dir Gewünschte kaum installieren lassen. Die haben Konservative weitgehend rausgeschmissen, also zu vielleicht 98% Links-grün. Das ist schade und als Demokratiehemmer und nicht neutrale „Partei“ höchst bedenklich. Reformen wurden gefordert, passiert ist nichts.
Die Medien haben m. E. mehr Macht als die Parteien selbst und haben maximalen Anteil an der Poltikverdrossenheit. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als man auf die Nichtwähler eingeprügelt hatte, vor AFD.
Der Welt-Sender ist da deutlich breiter gefächert und nimmt nach Links und Rechts kein Blatt vor den Mund, erreicht aber nicht die großen Massen.
Aber das von Dir gesagte wäre absolut wünschenswert.
@ Lothar
„Im ÖrR wird sich das von Dir Gewünschte kaum installieren lassen. Die haben Konservative weitgehend rausgeschmissen, also zu vielleicht 98% Links-grün. “
Gebe dir zu 100 % recht. ARD/ZDF sind „verbrannte Erde“. Von dort aus kann nichts mehr kommen, das fruchtbar zu einer unpolarisierten Berichterstattung und Einordnung beitragen könnte – leider!
Trotzdem stelle ich mich dem Schmerz und schaue mir fast täglich ihre Berichterstattung an. Einfach um zu wissen, mittels welchen Framings sie nun wieder ihre Narrative in die Welt streuen. Ansonsten bevorzuge ich Welt oder auch – bezüglich Israel-News – die von euch so oft genutzten Nachrichten-Plattformen wie TOI, JA, Mena Watch etc.
@Caja
Danke auch und schönen Sonntag noch.
@ Lothar
(FS II)
Hier könnten dann auch alle Lügen und Verzerrungen bezüglich des zunehmenden Israel-Bashings und des raumgreifenden Antisemitismus fein säuberlich entblättert werden. Mit Aufdeckung der wahren Hintergründe und Ziele der Hetzer. Und der damit verbundenen Gefahren für unsere freiheitliche Grundordnung.
Möglicherweise wird das alles nur ein idealistischer Traum bleiben. Aber vielleicht auch nicht. Evt. gibt es doch noch ein paar ausreichend Engagierte und Mutige in unserem Land, die Lust hätten, sich dieser spannenden Herausforderung zu stellen. Einfach um mal auszuprobieren, ob man auf diese Weise die Fake-News und Nebelkerzen unserer Verfassungsfeinde und Antisemiten enttarnen kann.
@Caja
Die öffentlichen Medien sehen gerade ihre ganz eigene Chance. Ich hab mir zwar immer noch eine weitgehende Nachrichtensperre verpasst, hörte aber zufällig auf ARD oder ZDF eine Kommentatorin.
Sie schilderte, dass ein Verbotsverfahren schwierig umzusetzen sei und es um die 2 Jahre bis zur Entscheidung durch das BVFG dauern könnte.
Ihre Schlussfolgerung war dann sinngemäß, dass sich die Bürger deshalb selbst durch Präsenz darum kümmern sollten.
Zwar hat sie nicht zur Gewalt aufgerufen, jedoch gibt es bereits Extreme Gewalt gegen AFD-Einrichtungen und PKWs vermeintlicher AFD-Leute, wie ich vor einiger Zeit in einer Sendung gesehen habe.
Diese Sache macht mir ehrlich gesagt noch mehr Sorgen, da Gewalt kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein darf.
Zudem haben AFD-Anhänger bereits ihre Jobs verloren, soweit ich mich erinnere im caritativen und Sportbereich.
Die großen Massenbewegungen gegen Rechts in den letzten Jahren erzeugen in mir jedenfalls ein ebenso mulmiges Gefühl und erinnern mich an düstere Zeiten.
Die bürgerliche Mitte wurde damals zwischen rechten und linken Gruppierungen regelrecht zerrieben, so hatte es vor sehr langer Zeit Egon Bahr in einem Interwiew einmal beschrieben.
Ich persönlich werde an keiner wie auch immer gearteten Demo teilnehmen.
Ich erwarte vielmehr, dass sich die Politik zurückbesinnt und nicht versucht durch weitere Reformen, die über die jetzigen noch hinausgehen, die Gunst der Stunde zu nutzen und Entscheidungen gegen das Volk zu richten, das genug aufgewühlt ist (z. Bsp. durch Wegfall der Rente nach 45 Jahren, „63“er-Rente).
@ Lothar
Auch hierzu meine volle Zustimmung:
“ … Diese Sache macht mir ehrlich gesagt noch mehr Sorgen, da Gewalt kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein darf.“
Selbstjustiz in Form von Gewalt lehne ich ab. Wehrhaftigkeit, wenn ich körperlich angegriffen werde, ist ok.
Ansonsten muss ich mich darauf beschränken, eigene Positionen öffentlich so zu vertreten, dass sie geeignet sind, andere zu überzeugen. Wenn das nicht möglich ist, weil das Gegenüber nicht einsichtswillig oder -fähig ist, kann wenigstens die Verwerflichkeit, die Lüge oder Irreführung öffentlich oder im privaten Umfeld persönlich angeprangert werden. Nur der verbale Widerstand ist legitim, der darf dann aber auch mal drastisch ausfallen, je nach Impertinenz der Gegenseite.
Die bürgerliche Mitte wird auch heute wieder zerrieben zwischen den polarisierenden, lauten links- und rechtsextremen Lagern, nicht zu vergessen der islamistischen Community.
Egon Bahr habe ich immer eher dem linken Flügel der SPD zugeordnet, allerdings immer innerhalb der Grenzen der demokratischen Mitte stehend. Diese Art der linken SPD-Politiker mit Augenmaß und klarem Blick auf die Folgen politischen Handelns für die demokratische Gesellschaft vermisse ich heute.
@Caja 🙂
Ich weiß das wegen Egon Bahr. Fand ihn aber irgendwie authentisch, und er ging nicht so durch die Decke wie Brandt, sondern hatte irgendwie einen umgängliche Ton.
Bei den Demos gegen Rechts habe ich ein etwas ungutes Gefühl. Wie weit die jetzt angekarrt werden, weiß ich nicht, und dass sie die bürgerliche Mitte abbilden glaube ich nicht, höchstens zum Teil. Sicher gehen da auch normale, besorgte Leute hin. Für mich sieht es eher nach Instrumentalisierung aus.
Wie viele von denen auch antiisraelisch sein könnten weiß ich ebenfalls nicht, habe aber dahingehende Befürchtungen.
Zu den Kundgebungen in Düsseldorf mit ca. 20T Teilnehmern hatte ich Fahnen der Grünen Jugend gesehen, die den Genozidvorwurf gegenüber Israel unterstützen.
@ Lothar
Stimme dir in allem zu! Liebe Grüße!
@ Caja
Vielen Dank und ebenfalls liebe Grüße !
@Caja
… außer an Solidaritätskundgebungen für Israel oder „Marsch für das Leben“. Aber auch gegen die gibt es ja bereits Gewalt, wie Du aufgrund Deines Einsatzes für Pro-Israel weißt.
Wir können die Sache auch Gott anvertrauen. Allein sind wir hilflos.
Dennoch sehe ich es auch als Christ als meine Pflicht an, den Mund aufzumachen.
Oder auch im Kleinen zu arbeiten, wo man das Thema Israel/Antisemitismus in Gespräche kurzerhand einbindet. Hatte meiner Nichte bei der Gelegenheit noch eine kleine Bibel geschenkt. Es geht soviel an Basiswissen verloren. Viele warten auf Erklärungen.
@ Lothar
Auch ich sehe mich als Christin dazu verpflichtet, „den Mund aufzumachen“ und angesichts von Unrecht nicht zu schweigen. Und manchmal auch tätig zu werden.
Das muss nicht spektakulär ausfallen und kann, wie du sagst, auch „im Kleinen“ im Alltag oder privaten Umfeld, geschehen. Jeder nach seiner Fasson und seinen Möglichkeiten. Wichtig ist aber in jedem Fall, Farbe zu bekennen.
Und ja, beten ist dabei immer eine Hilfe. Ich weiß, dass Gott mir keine Welt schenken wird nach meinem Geschmack. Aber er kann mir die Kraft schenken, die ich brauche, um mich für eine Verbesserung einzusetzen oder auch das Unrecht besser ertragen zu können.
🙏🙂🙏
@ Lothar
Den Artikel von Nelly Eliasberg in der JA hatte ich übrigens seinerzeit auch gelesen, nach deinem Hinweis darauf hier im Forum aber nochmal reingeschaut. Trifft unsere Positionen im Kern genau. Sehr gut geschrieben und empfehlenswert!
@Lothar
Die Linken und die Grünen sind schlau und pragmatisch. Die AfDler sind kompromisslos.
@Albert
Wer die Führung der AFD wirksam bekämpfen und Israel schützen will, kommt hieran nicht vorbei:
Jüdische Allgemeine
(Nelly Eliasberg 06.09.2026):
„Warum es eine Brandmauer gegen die Linkspartei braucht.“
„Wenn eine Brandmauer nur auf einer Seite steht, brennt es von der anderen rein. Über diese offene Seite müssen wir reden.“
Ganzer Bericht auf JA.
@Lothar
👍👍👍👍
Die Gefahr der Linken wird gerne übersehen. Hier in Berlin haben sie großen Zuspruch. Das macht mir Angst.