Prosor kritisiert Schweigen des UN-Sicherheitsrates zu Terror

NEW YORK (inn) – Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, hat den UN-Sicherheitsrat für sein Schweigen zu Terroranschlägen in Israel kritisiert. Gleichzeitig wirft er einigen EU-Ländern voreiliges Handeln aufgrund ihres Anerkennungsstrebens für einen Staat Palästina vor.
Israels Botschafter Prosor beklagt sich über den UN-Sicherheitsrat. (Archivbild)

Foto: UN Photo/Paulo Filgueiras

Israels Botschafter Prosor beklagt sich über den UN-Sicherheitsrat. (Archivbild)
Botschafter Prosor sagte am Montag in New York: „Jeden Tag wird Israel angegriffen. Jeden Tag wächst die Menge von gewalttätigen palästinensischen Aufständischen. Und trotzdem hat diese Institution noch kein Wort ausgesprochen, um die Angriffe gegen Israel anzuprangern.“ Er fügte an: „Hetze und Terrorismus zu ignorieren, gleicht der Unterstützung für Terrorismus.“ Der israelische Politiker beschuldigte die Palästinensische Autonomiebehörde der Anschläge, meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Eine Person wache nicht eines Tages einfach auf und entscheide sich, auf jemanden mit dem Messer einzustechen oder mit dem Auto in eine Menschenmenge zu fahren, meint Prosor. „Diese Angriffe sind die Ergebnisse jahrelanger anti-israelischer Indoktrinierung und der Glorifizierung der sogenannten Märtyrer.“ Die Hetze finde sich überall, in Schulen, Moscheen und in den Medien.

„Erkennen Sie unbedingt vorzeitig einen palästinensischen Staat an“

Der israelische Botschafter missbilligte das Vorgehen von EU-Staaten, die die Anerkennung eines palästinensischen Staates ankündigten, ohne dass es aktuell Friedensgespräche gebe. Prosor habe „nichts Konstruktives von einigen europäischen Kollegen gehört“. Zu denen sage er: „Ja, unterstützen Sie weiterhin eine einseitige Resolution mit. Ja, fördern Sie weiterhin einseitige Handlungen. Und ja, erkennen Sie unbedingt vorzeitig einen palästinensischen Staat an.“ Dies sei „eindeutig ein durchschlagender Erfolg“ gewesen, „der uns dem Frieden viel näher gebracht hat“. Bereits vergangenen Mittwoch hatte Prosor in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat beklagt, dass dieser die palästinensischen Gewalttaten nicht verurteilte.

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