Projekt bringt jüdische Lehrer aus aller Welt nach Israel

JERUSALEM (inn) - Jeder jüdische Lehrer und Erzieher aus der ganzen Welt soll für zwei Wochen nach Israel kommen. Dies ist das Ziel eines Gemeinschaftsprojektes des israelischen Staates und der Jewish Agency.

Wie die Regierung jetzt beschloss, soll das Pilotprojekt “Netivei Masa” im Verlauf dieses Jahres gestartet werden. Als Teil des auf zehn Jahre angesetzten Programms sollen in diesem Jahr rund 135 Lehrer nach Israel kommen, berichtet die Tageszeitung “Ha´aretz”. Das Programm entstand aus einer Initiative von Kabinettssekretär Oved Jeheskel. Der amtierende Premier Ehud Olmert übertrug ihr am Sonntag die Aufgabe, die Tätigkeiten verschiedener Organisationen zu koordinieren, die Beziehungen zwischen Israel und Juden in der Diaspora pflegen.

Der zentrale Gedanke hinter dieser Initiative sei die geplante Veränderung bezüglich des Einsatzes von Spendengeldern, heißt es in der “Ha´aretz”. Israel wolle eine größere Verantwortung dafür übernehmen, wie die Gelder eingesetzt werden. In der Vergangenheit wurden Spendengelder oft weitergereicht, aber nicht planmäßig verwendet. Solche Überschüsse sollen in Zukunft besser aufgeteilt werden. Die Kosten für das Programm belaufen sich im ersten Jahr schätzungsweise auf rund 760.000 Euro.

“Das ist die Erfüllung eines Traums. Wir waren sehr überrascht, dass nur 20 Prozent der jüdischen Lehrer, die nicht in Israel leben, Israel bereits besucht haben”, sagte Jeheskel. Bisher gibt es mehrere Programme, um Juden nach Israel zu führen, dennoch beschränken sich die Angebote oft auf Studenten und junge Menschen. “Es gab für Lehrer noch kein gleichartiges Programm, obwohl deren Einfluss erheblich größer ist.”

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