Polizei verfolgt israelischen Verkehrsminister

TEL AVIV (inn) – Nicht schlecht gestaunt haben vergangene Woche israelische Polizisten, als sie ein verdächtiges Fahrzeug nach einer 30 Kilometer langen Verfolgungsjagd zum Stehen gebracht hatten. In dem Wagen, der durch rücksichtsloses und zu schnelles Fahren aufgefallen war, befand sich der israelische Minister für Verkehr und Sicherheit.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Dienstag. Ein Polizeiwagen forderte einen zu schnell fahrenden Toyota auf, anzuhalten. Der Fahrer ignorierte die Aufforderung und überhörte die Sirenen – die Verfolgung begann.

Erst als das Fahrzeug zum Stehen gebracht wurde, stellte sich heraus, dass sich auf dem Rücksitz der Verkehrsminister Schaul Mofas befand. Dieser war auf Dienstreise von Jerusalem nach Tel Aviv unterwegs. Ein zuständiger Polizist sagte, man habe nicht wissen können, dass Mofas in dem Wagen war, da er nicht wie üblich in seinem offiziellem Volvo reiste.

In Polizeikreisen wurden Stimmen laut, die das rücksichtslose und gefährliche Fahren des Chauffeurs anklagten. “Die Polizei hätte leicht glauben können, dass es sich um einen verdächtigen Wagen handelt und auf ihn schießen können.” Hätte man die Insassen für Terroristen gehalten, die einen Angriff auf das Stadt-Zentrum planen, so wäre das Feuer eröffnet worden, sagten die Polizisten.

Der Fahrer des Wagens entschuldigte sich bei seiner Vorladung auf einer Polizeistation bei den Ordnungshütern. Er habe den entsprechenden Anweisungen nicht Folge geleistet, da er ein staatseigenes Fahrzeug in seiner Dienstzeit gefahren habe.

Aus dem Ministerium für Verkehr und Sicherheit hieß es, Mofas nehme jegliche Verkehrsverstöße ernst und missbillige rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr. Die Geschichte werde genaustens überprüft werden. Der Fall wurde an die Verkehrspolizei weitergeleitet, berichtete die Tageszeitung Ha´aretz.

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