Mit Bild und Ton: Der israelische Premier Netanjahu im Ferngespräch mit dem kolumbianischen Präsidenten Duque

Mit Bild und Ton: Der israelische Premier Netanjahu im Ferngespräch mit dem kolumbianischen Präsidenten Duque

Freihandel zwischen Israel und Kolumbien tritt in Kraft

Kolumbien und Israel wollen wirtschaftlich stärker zusammenarbeiten. Dazu dient nicht nur das neue Freihandelsabkommen. Auch ein Innovationsbüro in Jerusalem soll dazu beitragen.

JERUSALEM / BOGOTÁ (inn) – Zwischen Kolumbien und Israel ist am Dienstag ein Freihandelsabkommen in Kraft getreten. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu bezeichnete den Schritt in einer Videokonferenz mit dem kolumbianischen Präsidenten Iván Duque als „historischen Moment“. Damit komme eine Plattform zustande, die die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit auf eine neue Ebene hebe. „Zusammenarbeit wird uns beide stärker machen.“

Duque kündigte seinerseits an, in Israel noch in diesem Jahr ein Innovationsbüro zu eröffnen. Israel sei in Fragen der Innovation ein Vorbild, das in Kolumbien Schule machen soll. Wirtschaftsminister José Manuel Restrepo bezeichnete Israel als Messlatte für das Wachstum von Start-ups. „Mit Blick auf unsere Unternehmer haben wir beschlossen, eine Allianz mit diesem Land einzugehen.“

Wunschprojekt mit Wunschstandort

Nach dem Willen des kolumbianischen Präsidenten soll das Innovationsbüro nahe der Israelischen Innovationsbehörde entstehen. Die dem Wirtschaftsministerium unterstellte Einrichtung hat ihren Sitz im Jerusalemer Technologiepark im Südwesten der Stadt nahe des Teddy-Stadions. Sie besteht seit 1965 und hieß bis 2016 „Amt des Chefwissenschaftlers“. Sie hat die Aufgabe, industrielle Forschung und Entwicklung zu fördern.

Laut Mitteilung des kolumbianischen Präsidialamtes ist das Abkommen das erste seiner Art mit einem Land im Nahen Osten. Die Kolumbianer versprechen sich davon etwa Fortschritte in Fragen der Bewässerungstechnologie; umgekehrt soll Kolumbien mit Agrarexporten zur Ernährungssicherheit des jüdischen Staates beitragen. Israelis erhoffen sich von dem Abkommen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Technologie und Medizin.

Von: df