Der Leiter des neuen Büros hofft, dass sich das Handelsvolumen weiter erhöht

Der Leiter des neuen Büros hofft, dass sich das Handelsvolumen weiter erhöht

Arizona eröffnet Handelsbüro in Israel

Arizona möchte seine wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel ausweiten und eröffnet ein Büro in Tel Aviv. Dessen Leiter hofft auf eine Verdopplung des Handelsvolumens.

TEL AVIV (inn) – Der US-Bundesstaat Arizona hat sein erstes Handelsbüro in Israel eröffnet. Die Geschäftsräume befinden sich in den Alon-Türmen in Tel Aviv. Leiter ist der amerikanische Jude David Yaari, wie die Zeitung „Jerusalem Post“ am Dienstag berichtete.

Der Gouverneur von Arizona, Doug Ducey, hat die Initiative unterstützt: „Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der Startup-Nation Israel und dem Startup-Staat Arizona“, zitiert das Blatt den Republikaner. Das Handelsbüro wies darauf hin, dass die strategische Nähe des Bundesstaates zu Kalifornien, Texas und Mexiko gute Möglichkeiten für Handel biete. Zudem habe Arizona niedrige Steuern, niedrige Lebenshaltungskosten und ein ähnliches Klima wie Israel.

Im Jahr 2018 betrug das Handelsvolumen zwischen Israel und Arizona 460 Millionen Dollar. Damit hat es sich im Vergleich zu 2010 um das Zweifache erhöht. Yaari äußerte die Hoffnung, dass die neue Präsenz in Israel zu einer weiteren Steigerung auf 1 Milliarde Dollar führen werde.

Israelische Startups bei virtueller Konferenz

Vom 12. bis 14. Mai ist in dem Bundesstaat eine Technologiekonferenz geplant, an der acht israelische Startups teilnehmen. „Ich hatte geplant, mit einer Delegation von Unternehmen aus Israel in Arizona zu sein“, sagte Yaari der Onlinezeitung „Times of Israel“. Doch wegen der Corona-Pandemie wird die UNMET-Konferenz nur im Internet übertragen.

Yaari erklärte den tieferen Sinn und den Namen: Dahinter stehe der Gedanke, dass sich die technologische Industrie in den Vereinigten Staaten fast völlig auf das Silicon Valley an der Westküste und den Raum New York im Osten konzentriere. Die Regionen dazwischen hätten also ein „ungestilltes Bedürfnis“ – auf Englisch „unmet need“. Israelische Unternehmen seien zum ersten Mal in der Geschichte der Konferenz eingeladen, weil sie in Arizona abgehalten werde. „Dies wird sowohl für die Startups als auch für die Investoren gut sein, die ihre Technologien zu sehen bekommen.“

Von: eh