Ein intelligentes Gebäude für eine tolle Gemeinschaft, verspricht „PTK1“ zu werden

Ein intelligentes Gebäude für eine tolle Gemeinschaft, verspricht „PTK1“ zu werden

Intel baut „smartestes Gebäude der Welt“

Sensoren registrieren den Sauerstoffgehalt der Luft im Büro und lernen die Vorlieben jedes Angestellten, zum Beispiel beim Kaffeegenuss: Der Chiphersteller Intel investiert in Israel mit einem weiteren Bürokomplex, der durch neuste Technik maximalen Arbeitskomfort ermöglichen soll.

PETACH TIKVA (inn) – Von außen sieht es nicht gerade extravagant aus: Das neue Gebäude von Intel in einem Industriepark bei Petach Tikva gleicht eher einer weißen und zu großen Teilen verglasten Box. Architekt Dagan Mochli erklärt: „Mode verändert sich und Gebäude, die heute ,in‘ sind, werden mit der Zeit wahrscheinlich armselig aussehen.“ Daher hat sich Intel für einen minimalistischen Stil entschieden.

Andererseits hat der Computerchip-Hersteller nicht mit modernster Technik gespart. Das neue Gebäude mit dem Namen „PTK1“ nennt der amerikanische Konzern vollmundig das „smarteste der Welt“: Auf Bildschirmen erfahren die Angestellten in Echtzeit, wie viele Parkplätze frei sind oder wie die Verkehrslage aussieht. Sensoren registrieren, wann Mülleimer voll sind, der Seifenspender leer oder das Toilettenpapier knapp wird.

Das System studiert auch die Temperaturvorlieben der einzelnen Mitarbeiter. Während eines Treffens wird der Raum so klimatisiert, dass er für alle möglichst angenehm ist. Das Gebäude lernt auf Wunsch außerdem, wie die Angestellten ihren Kaffee gerne trinken und bereitet ihn entsprechend zu. Oder die Software informiert darüber, wie ausgelastet die Cafeteria ist und ob sich dort gerade Freunde aufhalten.

Mit eigener Synagoge

Innen changiert die Farbgebung zwischen schlichten Weiß- und Grautönen. Der Geschäftsführer von Intel in Israel, Janiv Garti, erklärt gegenüber der Zeitung „Ha'aretz“: „Wir gehen davon aus, dass die Angestellten die Farbe hineinbringen. Das Gebäude haben wir für sie gebaut.“ Der Raum sei offen, aber nicht zu offen gestaltet, sagt Garti. Jeder solle die Möglichkeit bekommen, auch mal unbeobachtet zu sein. Neben den normalen Arbeitsplätzen am Schreibtisch gibt es sogenannte „alternative Arbeitsräume“ wie etwa Sofa-Landschaften, in die sich Mitarbeiter mit ihrem Laptop setzen können. Einige nutzen dafür auch den großen Balkon. Es gibt aber zudem schallabgeschirmte Sitze am Fenster, von denen aus man einfach mal die Aussicht genießen kann.

Derzeit arbeiten in dem neuen Komplex 2.000 Menschen, künftig sollen 700 weitere dazustoßen. Von den „alternativen Arbeitsräumen“ gibt es ganze 198, dazu kommen 143 Konferenzräume. Drei Restaurants servieren täglich drei verschiedene Mahlzeiten. Außerdem gibt es eine Service-Etage mit Fitnessstudio, Friseur, Nagelstudio, Physiotherapie-Raum, Spiele- und Musikraum, einer Synagoge und mehr.

Von unten nach oben zieht sich ein Atrium mit Treppe, die anstelle des Aufzugs benutzt werden kann. Tageslicht durchflutet 95 Prozent des Gebäudes. Wo doch künstliches Licht benötigt wird, stimmen 14.000 Sensoren es mit dem Tageslicht ab. Gleichzeitig sind die Scheiben auf der Südseite jedoch kleiner und getönt. Zusätzlich können sie mit Lamellen verdunkelt werden, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Außerdem sorgt ein intelligentes System für gute Luftqualität: Bei zu hoher Kohlendioxid-Konzentration wird Sauerstoff zugefügt, um Kopfschmerzen zu vermeiden.

In dem neuen Gebäude werden verschiedene Abteilungen zusammengeführt, die sich vorher in 13 Büros über Petach Tikva verstreuten. Zudem hat Intel Zentren in Haifa, Jerusalem und Kiriat Gat. In der Hauptstadt entsteht derzeit ein neues Zentrum für Mobileye, das zu Intel gehört und ebenfalls 2.700 Angestellte beherbergen soll.

Von: tk

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