Palästinenser verkaufen Obst und Gemüse am Straßenrand

Palästinenser verkaufen Obst und Gemüse am Straßenrand

Palästinenser wollen eigene Landwirtschaft stärken

Die Palästinenser wollen Millionen Dollar in die Landwirtschaft stecken, um unabhängig von Israel zu werden. Der entsprechende Agrarplan soll aber auch die Verbindung des Volkes zum Land festigen.

KALKILIA (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) will unabhängig von Obst und Gemüse aus Israel werden. Ein 23 Millionen Dollar umfassendes Programm für die Landwirtschaft soll nun dafür sorgen, dass entsprechende Produkte in den Autonomiegebieten angebaut werden.

Am Dienstag hat das Büro von Premierminister Mohammed Schtaje den Plan in der Stadt Kalkilia vorgestellt. Anwesend waren bei der Zeremonie sein Ministerteam sowie lokale und ausländische Vertreter. „Kalkilia, Tulkarm, Dschenin und Tubas müssen der palästinensische Obst- und Gemüsekorb werden“, sagte Schtaje.

Jedes Jahr führt die PA Obst und Gemüse im Wert von rund 16 Millionen Dollar aus Israel ein. Dieser Import soll beendet werden. Das Agrarprogramm ist Teil eines Regierungsplans, der die Förderung palästinensischer Produkte vorsieht.

„Ganze Westjordanland gehört den Palästinensern“

Dieser Plan soll zudem die „Standfestigkeit des palästinensischen Volkes zu ihrem Land stärken“, erklärte Schtaje. Die Regierung habe Gelder freigegeben, um die Präsenz der Palästinenser in allen Teilen des Westjordanlandes zu verbessern – auch in der Zone C. In diesen Teilen hat Israel die Kontrolle. Der Premier betonte: „Das Land in Zone C ist kein israelisches Land.“ Das gesamte Westjordanland gehöre den Palästinensern und keine Vereinbarung werde daran in Zukunft etwas ändern.

Ein palästinensischer Bauer aus Kalkilia, Saleh Hasanen, begrüßte den Plan. Laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ sagte er: „Die israelischen Anreize für palästinensische Arbeiter, in Israel zu arbeiten, sind riesig. Das veranlasst die Bauern, ihr Land zu verlassen und dort zu arbeiten.“ Die Landwirtschaft in den Palästinensergebieten sei wichtig, um das Land zu schützen, fügte Hasanen hinzu.

Hintergrund: Zonen im Westjordanland

Das Westjordanland ist seit dem zweiten Abkommen von Oslo 1995 in drei Zonen unterteilt: Zone A steht vollständig unter palästinensischer Selbstverwaltung, in Zone B haben die Palästinenser die zivile Verwaltung und die israelische Armee ist für die Sicherheit zuständig. Zone C steht komplett unter militärischer und ziviler Kontrolle der Israelis, hier befinden sich die israelischen Siedlungen.

Von: dn

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