Die Wasserversorgung im Gazastreifen soll durch eine vierte israelische Pipeline verbessert werden (Symbolbild)

Die Wasserversorgung im Gazastreifen soll durch eine vierte israelische Pipeline verbessert werden (Symbolbild)

Israel baut vierte Wasser-Pipeline nach Gaza

Um die Wasserversorgung des Gazastreifens zu verbessern, baut Israel eine neue Pipeline. Sie ist länger als die bisherigen drei. Das Militär schützt die Bauarbeiten vor eventuellen Terrorangriffen.

JERUSALEM / GAZA (inn) – Israels nationales Wasserunternehmen „Mekorot“ hat mit dem Bau einer vierten Wasser-Pipeline in den Gazastreifen begonnen. Sie soll laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ auf der Höhe der Regionalverwaltung Eschkol in das palästinensische Autonomiegebiet führen. Die Pipeline wird die längste der vier sein und entlang eines der alten Rohre laufen.

Bislang gibt es drei Pipelines, die Süßwasser von Israel nach Gaza transportieren. Nach dem Abkommen mit den Palästinensern hat sich Israel verpflichtet, jährlich 10 Millionen Kubikmeter zu liefern. In der Praxis sind es im Normalfall 11,5 Millionen Kubikmeter. Die Arbeiten an der Pipeline haben unter verschärfter militärischer Überwachung begonnen. Israel fürchtet, dass Terrorgruppen aus Gaza auf die Bauarbeiter an der Grenze feuern könnten.

Hamas-Infrastruktur könnte Probleme bereiten

Es ist noch unklar, wie viel mehr Wasser Israel mit der zusätzlichen Pipeline über die Grenze pumpen kann. Die Hamas wartet die Infrastruktur nicht regelmäßig. Somit besteht die Gefahr, dass bei der Erhöhung des Wasserdrucks Schäden an den Pipelines entstehen könnten. „Wasser gehört zur Grundausstattung. Es gibt eine ganze Bevölkerung in Gaza, die keinen Krieg mit Israel will. Diese Mehrheit wird aber von der Hamas kontrolliert“, sagte ein nicht namentlich genannter israelischer Bauarbeiter des neuen Projekts der Tageszeitung.

Israel und die Hamas stehen über vermittelnde Länder wie Ägypten im informellen Kontakt über die mögliche Instandsetzung der Infrastruktur in Gaza. Das Abwasser pumpen die Palästinenser unbehandelt ins Mittelmeer. Vor den Folgen warnen regelmäßig internationale Organisationen.

Von: mm

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