Die israelische Firma SodaStream stand immer wieder im Fokus der Boykott-Bewegung BDS

Die israelische Firma SodaStream stand immer wieder im Fokus der Boykott-Bewegung BDS

Wirtschaftlicher Boykotteffekt von BDS überschätzt

Die israelfeindliche Boykott-Bewegung BDS sorgt gerade im Kulturbereich immer wieder für Schlagzeilen, weil sie prominente Unterstützer gewinnt. Der wirtschaftliche Effekt ist aber laut einer Studie sehr gering.

JERUSALEM (inn) – Der wirtschaftliche Einfluss auf israelische Firmen durch die Boykott-Bewegung BDS ist äußerst bescheiden. Das ist das Ergebnis der siebenjährigen Studie des Finanzielle-Immunitäten-Unternehmens, über die das Wirtschaftsmagazin „Globes“ berichtet.

Für die Studie, die im Jahr 2010 begann, wurden Hunderte von leitenden Angestellten größerer israelischer Firmen aus allen wirtschaftlichen Sektoren befragt. Der Vorsitzende des Unternehmens, Adam Reuter, zeigte sich von den Ergebnissen überrascht: „Ich hatte keinen so großen Unterschied zwischen den Berichten der Journalisten über die Jahre und den tatsächlichen Effekt des BDS-Monsters erwartet, der im schlimmsten Fall unbedeutend war.“

Der Anteil der vom Boykott betroffenen Firmen habe bei 0,75 Prozent und deren Schadensrate des Umsatzes bei unter 10 Prozent gelegen. Dieser Schaden sei hauptsächlich im Jahr 2014 während der militärischen Operation „Starker Fels“ im Gazastreifen entstanden. In anderen Jahren sei ihnen kein Schaden aufgefallen. Auf alle Firmen über den gesamten Zeitraum gerechnet, ergab die Kalkulation der Studie, dass der Gesamtanteil des Schadens bei 0,004 Prozent lag.

Teils umgekehrter Effekt festgestellt

Die Studie stellte sogar auch den umgekehrten Effekt fest, dass israelische Firmen durch den Boykott profitierten. Eine namentlich nicht genannte Verkaufskette erlebte während der Operation „Starker Fels“ Protestaktionen vor ihren Geschäften in europäischen Städten. In London seien die Demonstranten nach zwei Tagen mit ihren Schildern abgezogen, als das Medieninteresse nachgelassen habe. Danach habe sich die Anzahl der Verkäufer an normalen Tagen vervierfacht. Laut des Firmenleiters seien das vor allem nicht-jüdische Anwohner gewesen, die ihre Sympathien mit Israel ausdrückten.

Das Finanzielle-Immunitäten-Unternehmen hat sich auf die Beratung von Firmen hinsichtlich des Risikomanagements spezialisiert. Aus diesem Grund startete das Unternehmen die Studie, die sie bis Ende 2017 betrieb.

Von: mm

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