Das Mennoniten-Haus in Germantown im US-Bundesstaat Pennsylvania: Erbaut 1700, zählt es zu den bekanntesten Gebäuden der Glaubensgemeinschaft

Das Mennoniten-Haus in Germantown im US-Bundesstaat Pennsylvania: Erbaut 1700, zählt es zu den bekanntesten Gebäuden der Glaubensgemeinschaft

US-Mennoniten wollen Israel boykottieren

Die Kirche der Mennoniten in den USA will künftig nicht mehr in Firmen investieren, die von der „israelischen Besatzung“ profitieren. Das hat die Organisation in Orlando beschlossen.

ORLANDO (inn) – Die Mennoniten sind eine evangelische Freikirche, die auf die Täuferbewegung der Reformationszeit zurückgeht und zu den ältesten Kirchen der USA gehört. Heute hat sie rund 75.000 Mitglieder. Auf ihrer jährlichen Konferenz in Orlando im US-Bundesstaat Florida hat die Organisation am Donnerstag beschlossen, ihre Gelder künftig nicht mehr in Firmen anzulegen, die „von der israelischen Besatzung profitieren“.

Die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“ analysiert, solche Entscheidungen zögen meist nur geringe wirtschaftliche Folgen nach sich. Allerdings würden derartige Beschlüsse genau beobachtet und als Gradmesser für die Stimmung zwischen den USA und Israel gewertet.

Beschluss vor zwei Jahren abgelehnt

Der Beschluss der Kirchenversammlung sieht vor, dass die Finanzverwalter der Mennoniten bei Investitionen Firmen vermeiden sollen, die in irgendeiner Form von der „israelischen Politik in den besetzten Gebieten“ profitieren. Das Vermögen der Mennoniten gibt die Zeitung mit rund drei Milliarden Dollar an.

Noch vor zwei Jahren hätten die Mennoniten einen derartigen Beschluss abgelehnt. Grund sei damals die Sorge gewesen, er werde als anti-jüdisch betrachtet. Der aktuelle Beschluss ist ergänzt um eine Verurteilung von Antisemitismus und die Absichtsbekundung, die Beziehungen zwischen Mennoniten und Juden zu stärken.

Bereits am Sonntag verurteilte die „United Church of Christ“, eine amerikanische Kirche mit rund einer Million Mitglieder, die Art und Weise, in der Israel palästinensische Kinder im Westjordanland, im Gazastreifen und in Ostjerusalem behandle.

Von: mb

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 900 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus