Klaus Schwab (links) überreicht Peres die "Glocke".
Klaus Schwab (links) überreicht Peres die "Glocke".

Schimon Peres in Davos geehrt

Der israelische Präsident Schimon Peres ist auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für sein Engagement für Frieden, Fortschritt und Technologie ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede betonte er Israels Willen zum Frieden.

Peres erhielt den „Spirit of Davos-Award“ (etwa: Geist von Davos-Auszeichnung) am Freitagmorgen von Klaus Schwab, dem Gründer und Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums. In Anspielung auf das glockenförmige Aussehen des Preises sagte Peres, er werde ihn als Friedensglocke für den Nahen Osten läuten. „Diese Glocke ist das Ergebnis israelischer Bemühungen, und ich nehme sie mit Demut entgegen“, sagte er laut dem israelischen Nachrichtensender „i24 News“.

Im Podiumsgespräch mit Schwab bezeichnete Peres sich selbst als „unersättlichen Optimisten“. Als guter jüdischer Mann könne er sich niemals zufrieden zurücklehnen: „Ich habe mehr Spaß bei der Arbeit als in der Freizeit“, erklärte der 90-Jährige.

Gefragt nach dem Auftritt des iranischen Präsidenten Hassan Rohani am Vortag (Israelnetz berichtete) sagte Peres, der Iran sei nicht ehrlich am Frieden interessiert, denn sonst würde er sein Atomprogramm nicht ausbauen. „Das iranische Volk ist aber nicht Israels Feind, und Israel will nicht gegen das iranische Volk in den Krieg ziehen“, fügte er gemäß der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ hinzu.

Die Welt soll laut Peres aufhören, das Engagement der USA im Nahen Osten zynisch herabzuwerten. Die USA verfügten selbst über ausreichende Mengen an Öl, im Nahen Osten seien sie aufgrund ihrer Werte involviert.

Von: Moritz Breckner