Die Stadt Eilat ist während der Corona-Krise ein beliebtes Reiseziel bei israelischen Touristen

Die Stadt Eilat ist während der Corona-Krise ein beliebtes Reiseziel bei israelischen Touristen

Regionale Schwankungen beim Inlandstourismus

Der Inlandstourismus in Israel boomt – doch nicht alle Regionen profitieren davon. Während Hotels im Norden oder Süden des Landes teilweise ausgelastet sind, haben es die Metropolen Jerusalem und Tel Aviv schwer.

JERUSALEM (inn) – In Nord- und Südisrael gibt es derzeit kaum ein freies Hotelzimmer. Die Branche in Eilat, am Toten Meer oder in ländlichen Gegenden wie Galiläa war immer schon auf den Inlandstourismus angewiesen. Der boomt auch in Corona-Zeiten. Derzeit sind viele dieser Gästehäuser ausgebucht. Schwer haben es hingegen die Hoteliers in Tel Aviv und Jerusalem.

So wartet die Stadt Jerusalem sehnsüchtig auf Touristen aus dem Ausland, wie die stellvertretende Bürgermeisterin für ausländische Beziehungen und Tourismus, Fleur Hassan-Nahum, laut der Zeitung „Jerusalem Post“ mitteilt. Normalerweise werde die Stadt genau wie Tel Aviv zu 80 Prozent von ausländischen Touristen besucht und zu 20 Prozent von Israelis. In Eilat sei es genau andersherum.

Viele Hotels im Herbst schon belegt

Die Geschäftsführerin des Touristenverbandes von Galiläa, Dorit Elmaliach, hofft derweil, dass es nicht so schnell Flüge für Israelis ins Ausland gibt. „Die vergangenen Monate waren ein Segen für den Tourismus in Galiläa. Vor dem jüdischen Neujahrsfest gibt es bereits eine hohe Nachfrage. Die Ausbuchungsrate liegt jetzt schon bei 80 Prozent – ähnlich wie in den vergangenen Jahren.“ Es sei bereits jetzt schwierig für eine Familie, ein Hotelzimmer zum jüdischen Neujahr Mitte September zu bekommen.

Unterdessen freut sich einer der Besitzer des Hotels „Galilion“ in Obergaliläa, Chaim Ohajon, über volle Belegung im Juli und August. Er macht sich keine Sorgen darüber, dass die Israelis vielleicht bald auch wieder ins Ausland fliegen dürfen und dann weniger Urlaub im eigenen Land machen. „Es gibt bereits Buchungen für die jüdischen Feiertage“, erzählt er dem Wirtschaftsmagazin „Globes“. Seine Hotelpreise seien die gleichen wie im Vorjahr, trotz der höheren Ausgaben, um alle Corona-Auflagen erfüllen zu können.

Auch der Marketingmitarbeiter der Kette „Isrotel“, Nahum Kara, sieht einer Öffnung des Luftraums für Urlaubsflieger gelassen entgegen. „Während der jüdischen Feiertage sind wir immer ausgebucht und so wird es auch dieses Jahr sein. Selbst wenn es wieder Flüge ins Ausland geben sollte, die Israelis kommen an den Feiertagen. Wir werden aber einen Unterschied in Tel Aviv und Jerusalem merken, denn in dieser Zeit haben wir dort vor allem ausländische Touristen.“

Viele Hotels in Jerusalem und Tel Aviv weiter geschlossen

Laut „Globes“ erholen sich die Hotels in Jerusalem und Tel Aviv von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nur langsam. Etwa 63 Prozent der dortigen Gästehäuser, die aufgrund der Corona-Pandemie im März schließen mussten, haben mittlerweile wieder geöffnet. Viele versuchen, mit besonderen Angeboten ihre Häuser attraktiver für die Urlauber zu machen, die sonst nach Eilat ans Rote Meer fahren. So habe unter anderem die Kette „Brown-Hotels“ aus diesem Grund einige ihrer Stadthotels in Familienhotels mit Attraktionen für Kinder verwandelt.

Von: dn

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Die Freischaltung kann bis zu 24 Stunden in Anspruch nehmen. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus