Wandern über Grenzen hinweg - von Jordanien, nach Israel und ins Palästinensische Autonomiegebiet.
Wandern über Grenzen hinweg - von Jordanien, nach Israel und ins Palästinensische Autonomiegebiet.

EcoPeace verspricht einmaliges Naturerlebnis

AMMAN (inn) – Israel, die palästinensischen Gebiete und Jordanien haben gemeinsam neue Rad- und Wanderwege eröffnet. Die Umweltorganisation „EcoPeace“ gab am Donnerstag die Routen für Touristen frei.

Die vier neuen, geführten Rad- und Wanderwege böten den Naturliebhabern einmalige Erlebnisse, schreibt die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Gemeinsam mit den Reiseunternehmen vor Ort könnten die Besucher zwischen Touren in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten wählen. Die Besonderheit sei, dass die Wege sowohl die Länder Israel und Jordanien, als auch das palästinensische Autonomiegebiet miteinander verbänden und Kooperationen ermöglichten, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Demnach sind zwei schwerere Wanderpfade sowie ein Radweg und ein leichterer Spazierweg ausgekundschaftet worden. Das Projekt sei durch die finanzielle Unterstützung der amerikanischen Agentur für Entwicklung zustandegekommen. Reiseleiter und Tourismusexperten aus allen drei beteiligten Nationen hätten dafür miteinander beratschlagt. Es sei „eine beispiellose Zusammenarbeit für eine gemeinsame Sache“ gewesen, die die Regionen zum Anziehungspunkt für internationale Touristen machen solle, teilte Gidon Bromberg, der Leiter des israelischen Büros der Umweltorganisation EcoPeace, mit.

„Ich glaube, dass der Tourismus ein Schlüssel für gute nachbarschaftliche Beziehungen sein kann“, erklärte Adschub Kara, der stellvertretende israelische Minister für regionale Zusammenarbeit. Er erwäge auch, den arabischen Besuchern freien Zugang nach Israel über Jordanien zu geben. Durch jordanische Reisebescheinigungen wolle er das einrichten. Wenn das umsetzbar wäre, könne es die Beziehungen zu den arabischen Staaten erheblich stärken, hofft er. Kara und 25 Leiter europäischer Reiseunternehmen trafen sich am Donnerstag in Zur Hadassah, einer jüdischen Siedlung westlich von Jerusalem, zur Einführung der grenzüberschreitenden Routen.

Acht Tage Fußmarsch

Je nach Wahl des Ausflugsziels und der Gruppengröße variieren die Preise und Längen der Strecken. Bei allen Exkursionen ist je ein Team aus einem der Länder beteiligt.

Beispielsweise gebe es zwei Wanderungen, die für je acht Tage Fußmarsch konzipiert sind. Diese können von nur zwei Personen, oder bis zu einer Gruppengröße von 20, gebucht werden. Der Pfad beginnt im Westjordanland im Auja-Tal, führt durch das Wadi Kelt bei Jericho, hin zu einem Kibbutz namens Aschdot Ja‘akov und einem Drusendorf. Anschließend übertreten die Wanderer die jordanische Grenze und erhöhen den Schwierigkeitsgrad durch Klettern und Abseilen an der Dalieh-Klippe, bis sie in die Tibneh-Region gelangen. Preise reichen hier von rund 1.700 Dollar bis zu rund 3.660 Dollar pro Person.

Die Leiter der Reiseunternehmen selbst wollen am Samstag zu einer ersten gemeinsamen, sechstägigen Wanderung aufbrechen. „Wir von EcoPeace glauben, dass wahrer Friede durch regionale Kooperationen zustande kommen kann“, führt Bromberg weiter aus. „Nach all den negativen Berichten, die es in der Welt über unsere Landstriche gibt, sind wir stolz, der Welt die besseren Seiten des Nahen Ostens enthüllen zu können.“

Die Nichtregierungsorganisation „EcoPeace Naher Osten“ wurde 1994 gegründet. Früher arbeitete sie unter dem Namen „Freunde des Landes des Nahen Ostens“ (FoEME). Sie besitzt je ein Büro in Amman, Bethlehem und Tel Aviv. Nach eigenen Angaben wollen die Aktivisten Umweltschützer aus den drei Ländern zusammenbringen, um sich für den Schutz der Natur einzusetzen und deren Erbe zu bewahren. Sie setzen sich des Weiteren für die Anerkennung „Palästinas“ ein, wie sie auf ihrer Homepage schreiben. (dhk)

Von: dhk

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